Einsprachen gegen Pfadiheim

Die Freude der Pfader darüber, dass der Kredit für ein neues Pfadiheim gutgeheissen wurde, war gross. Zwei Einsprachen trüben nun die Stimmung und blockieren das Projekt bis auf weiteres.

Christoph Renn
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So könnte das neue Pfadiheim in der Nähe des Bahnhofes in Mörschwil aussehen. (Bild: Visualisierung: pd)

So könnte das neue Pfadiheim in der Nähe des Bahnhofes in Mörschwil aussehen. (Bild: Visualisierung: pd)

MÖRSCHWIL. Ein grosser Gruppen- und Aufenthaltsraum, zwei Vorbereitungsräume, eine kleine Küche, Toiletten, Garderobe und ein Lagerraum. All das soll im neuen Pfadiheim in Mörschwil untergebracht werden. Und nachdem die Mörschwiler Stimmbürger an der Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde einen Kredit über 460 000 Franken einstimmig gutgeheissen haben, rückte das Heim in greifbare Nähe. Doch das Projekt ist blockiert: «Bei uns sind zwei Einsprachen gegen den Teilzonenplan eingegangen», sagt Gemeindepräsident Paul Bühler.

Um Jahre blockiert

Schon seit Jahren sucht das Projektteam nach einem passenden Grundstück. Mit den 2324 Quadratmetern Land im Gebiet Waldhof neben der SBB-Linie wurde dieses nach Ansicht des Gemeinderates und der Pfadi gefunden. Doch das Grundstück ist Landwirtschaftszone. Dieses müsste zuerst in die Intensiverholungszone Pfadiheim umgezont werden. Noch vor kurzem sagte der Gemeindepräsident: «Mit Einsprachen von Seiten der Nachbarschaft rechne ich weniger. Der Standort liegt ideal am Waldrand und bei der Eisenbahnlinie.» Doch genau dieser Fall ist eingetreten. «Wir freuen uns natürlich sehr über die Budgetgenehmigung, aber die zwei Einsprachen bringen das Pfadiheim ins Stocken», sagt der Präsident des Vereins Pfadiheim, Matthias Schmid. Diese könnten das Projekt um Monate oder Jahre blockieren. Trotz persönlicher Gespräche werde an beiden Einsprachen festgehalten.

Mit voller Energie

Paul Bühler sieht das Ganze nicht so dramatisch: «Die Hoffnung besteht immer noch, dass die Einsprachen zurückgezogen werden.» Das neue Pfadiheim in der Nähe des Bahnhofes würde inklusive Landerwerb 700 000 Franken kosten. «Uns fehlen neben dem Kredit der Gemeinde noch rund 240 000 Franken», sagt Schmid. Nun sei jedoch angesichts der laufenden Einsprachen die falsche Phase, um Geld zu sammeln. «Mit diesen Vorzeichen können wir momentan niemanden um Spenden bitten.» Der extra gegründete Verein Pfadiheim will nach erfolgter Umzonung unter anderem durch verschiedene Anlässe der Pfadi wie Seifenkistenrennen oder diverse Verkaufsaktionen Geld für den Bau sammeln.

Wann es mit dem Projekt Pfadiheim weitergeht, weiss Matthias Schmid derzeit nicht. «Wir müssen zuerst abwarten, bis die rechtlichen Instanzen entschieden haben. Sobald die Umzonung rechtskräftig erfolgt ist, werden wir mit voller Energie weiterarbeiten.» Gemeindepräsident Paul Bühler hofft ebenfalls, dass das Projekt weitergeführt werden kann. «Ich denke, dass das Pfadiheim eine gute Sache für Mörschwil ist.»

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