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EINKAUFEN: Zehn Wege führen zum Ziel

Die Stadtverwaltung und die Detailhändler wollen das Zentrum attraktiver machen. In der Initiative «Zukunft St. Galler Innentadt» hat man sich auf die wichtigsten Themen geeinigt und plant erste Massnahmen.
Roger Berhalter
Wie den Gallusplatz beleben? Die Standortförderung und Pro City suchen derzeit Antworten. (Bild: Urs Bucher)

Wie den Gallusplatz beleben? Die Standortförderung und Pro City suchen derzeit Antworten. (Bild: Urs Bucher)

Roger Berhalter

roger.berhalter

@tagblatt.ch

Wie sieht eine attraktive Innenstadt aus? Auf diese Frage hat jede und jeder eine eigene Antwort. Touristen und Einheimische, Detailhändler und Gastronomen, Hauseigentümer und Mieter. Die Initiative «Zukunft St. Galler Innenstadt» versucht seit Mitte 2016, einem attraktiven Stadtzentrum näher zu kommen, dies unter der Federführung der Standortförderung und der Detailhändler-Vereinigung Pro City. Zuerst wurden in mehreren Foren Bedürfnisse und Anliegen gesammelt. Zunächst hatten alle, auch sich widersprechende Vorstellungen in diesem grossen Trichter Platz.

Inzwischen haben sich die Beteiligten auf die wichtigsten zehn Themen geeinigt, von der Schaffung eines «City Managers» über die Parkplatz-Situation bis zu den Öffnungszeiten. Was vage begann, wird nun langsam konkret. An einem öffentlichen Anlass am 4. April wollen die Stadt und Pro City über den Stand der Dinge informieren.

Erste Termine stehen nun fest

«Wir sind dran», sagt Pro-City-Präsident Ralph Bleuer. Alle zehn Projektgruppen seien an der Arbeit, auch bis zum 4. April werde noch einiges passieren. Stadtpräsident Thomas Scheitlin zeigt sich ebenfalls zuversichtlich: «Die Teilprojekte sind gut unterwegs.» Er gehe davon aus, dass man bis 4. April erste Massnahmen umreissen könne, insbesondere was den Zeitrahmen und die Priorisierung betreffe.

Erste Termine stehen bereits fest, wie eine Medienmitteilung der Standortförderung zeigt. So sollen bis zum kommenden Sommer erste Eckpunkte zum «City Manager» vorliegen. Dabei handelt es sich um eine Koordinationsstelle, die alle Akteure vernetzt und als Ansprechperson dient. Die Schweiz kennt so einen City Manager noch nicht, allerdings gibt es das Modell schon in deutschen Städten. Wie diese Stelle finanziert und ob sie der Stadtverwaltung angegliedert wird, ist noch offen. «Wir werden am Infoanlass im April noch keinen City Mänger präsentieren», sagt Ralph Bleuer.

Dabei ist der City Manager noch eines der am schnellsten umsetzbaren Projekte. Länger würde es dauern, die Ladenöffnungszeiten zu ändern, da man dafür ein kantonales Gesetz anpassen müsste. Die «Arbeitsgruppe Öffnungszeiten» strebe aber keine Erweiterung der Ladenöffnungszeiten an, betont Bleuer. Er spricht stattdessen von «Verschiebungen» und «Anpassungen». Beispielsweise habe die Bedeutung des Abendverkaufs in der Innenstadt abgenommen, dafür würden viele Kunden am Samstag erst später in die Stadt einkaufen gehen. Auf solche Bedürfnisse wolle man reagieren.

Pop-up-Läden und eine digitale Plattform

Im aktuellen Massnahmenkatalog tauchen innovative Konzepte auf. So prüft eine Arbeitsgruppe neue Geschäftsmodelle wie Zwischennutzungen, Pop-up-Stores oder Shop-Sharing. Dass ein Laden auf Zeit funktionieren kann, beweist aktuell das temporäre Geschäft von «Klang und Kleid» an der Neugasse 48 (ehemals Fricker Schuhe). Eine weitere Projektgruppe arbeitet zusammen mit der Fachhochschule St. Gallen an einer digitalen Plattform für die Innenstadt, an einer Verknüpfung der analogen und digitalen Welt. Ebenso ist eine Weiterentwicklung des bestehenden Stadtplans angedacht, um Touristen besser anzusprechen.

Fast zu innovativ – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – war den Beteiligten die «Smart Mobility» (siehe Zweittext). Keine Priorität hat laut Mitteilung eine neue Beschilderung, da es hier schon andere Initiativen gebe, beispielsweise des Vereins Unesco-Weltkulturerbe.

www.stadt.sg.ch/zukunftinnen-stadt

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