Einheitspreise in der Einheitsgemeinde

Mit der Einheitsgemeinde Gaiserwald sollen jetzt auch die unterschiedlichen Preise für die Benützung der Schulanlagen harmonisiert werden. Die Vernehmlassungsfrist dauert bis Mitte November.

Mariella Hoffmann
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Gaiserwald. Die Benützungsgebühren für Schulanlagen in Abtwil und Engelburg variieren stark. Für vergleichbare Objekte müssen unterschiedliche Preise bezahlt werden. Im Mitteilungsblatt schreibt der Gemeinderat, dass beispielsweise die Nutzung der Mehrzweckhalle in Engelburg mehr als jene der Aula im Oberstufenzentrum Mühlizelg koste, obwohl die beiden Anlagen gleichwertig seien.

Mit der Bildung der Einheitsgemeinde habe er nun einen neuen Gebührentarif für die Benützung von Schulanlagen in die Vernehmlassung gegeben. Mit ihm sollen neuerdings vergleichbare Räume auch gleich viel kosten.

Für Kinder kostenlos

Weiter schreibt der Gemeinderat, dass die Preise für die regelmässige Nutzung von Räumen sowohl in Abtwil als auch in Engelburg ansteigen werden.

Neu sei aber auch, dass die Benützung der Schulanlagen durch Kinder und Jugendliche von Gaiserwalder Vereinen jetzt kostenlos sei. Der Gemeinderat möchte die Vereine damit gezielt in der Jugendförderung unterstützen. «Zudem fallen die Erhöhungen für alle anderen Mitglieder, wenn überhaupt, moderat aus», sagt Gemeindepräsident Andreas Haltinner.

Der Tarif sei jetzt anders aufgebaut. Beispielsweise werden die Dienstleistungen der Hauswartung neu nach dem tatsächlichen Aufwand separat und nicht mehr im Sinne eine Pauschale im Mietpreis verrechnet. Wie viel mehr die Nutzung der Anlagen tatsächlich kosten wird, kann Andreas Haltinner noch nicht sagen.

Neue Preisgestaltung

Da einmalige Nutzungen mit einem grösseren Aufwand verbunden sind, werden diese teurer als Dauermieter sein.

Auch finden sie meist an Wochenenden statt und fallen somit nicht in den regulären Jahresbetrieb der Hauswartung, was einen grösseren Kostenaufwand bedeutet. Eine regelmässige Nutzung, zum Beispiel eine Stunde pro Woche für ein Jahr, sei in der Regel günstiger als fünfzig einmalige Belegungen desselben Objekts, erklärt der Gemeindepräsident Andreas Haltinner.

Dieser betont auch, dass die Veranstaltungen von Schulen und einheimischen Vereinen generell Vorrang vor einer privaten oder externen Nutzung haben.

Vereine und Interessierte haben nun die Möglichkeit, sich im laufenden Vernehmlassungsverfahren zu Aufbau und Preisgestaltung des Gebührentarifs zu äussern.

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