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Eine Zaubermühle für Mia

Darauf haben viele Kinder sehnlich gewartet: In einer Woche startet die neue Märchenaufführung im Zirkuszelt des Walter-Zoos. Jeannine Federer freut sich besonders auf ihre Rolle: Sie darf einen richtigen «Schnodergoof» spielen.
Corinne Allenspach
Marianne Rivas (rechts) und die pensionierte Architektin Silvia Hausammann beim Feinschliff an der Zaubermühle im Märchenzelt des Walter-Zoos. Der Unterbau der Kulisse ist aus Holz, der Rest aus Styropor, wie die grüne Türe, die blauen Mauersteine oder die aufgehängten Klöppel. (Bilder Michel Canonica:)

Marianne Rivas (rechts) und die pensionierte Architektin Silvia Hausammann beim Feinschliff an der Zaubermühle im Märchenzelt des Walter-Zoos. Der Unterbau der Kulisse ist aus Holz, der Rest aus Styropor, wie die grüne Türe, die blauen Mauersteine oder die aufgehängten Klöppel. (Bilder Michel Canonica:)

GOSSAU. Das Auge allein glaubt es nicht, so täuschend echt sieht alles aus. Die verwitterte Türe, der moosbewachsene Baumstrunk, die Backsteinmauer, die rostroten Dachziegel. Erst beim Anfassen wird klar: Sie alle sind aus Styropor. In stundenlanger Handarbeit mit Cutter «geschnitzt», danach mit Pinsel bemalt und je nachdem speziell präpariert mit einem Föhn, um einen «alten Look» zu erzeugen. «Mit Styropor kann man total schön bauen», schwärmt Marianne Rivas, die seit Jahren für den Kulissenbau im Märchenzelt des Walter-Zoos verantwortlich ist. Wobei alles nicht machbar wäre ohne die Hilfe vieler Freiwilliger, wie sie betont.

Von A bis Z alles selber gemacht

Der Walter-Zoo ohne Märchenwelt, das kann sich kaum mehr jemand vorstellen. Bereits seit 24 Jahren denken sich die Verantwortlichen jedes Jahr eine neue Geschichte aus und scheuen dabei keinen Aufwand. Wobei ihre Liebe zum Detail mindestens genauso gross ist wie ihre Kreativität. Initiantin Gabi Federer Greulach steht nicht mehr selber auf der Bühne, führt aber noch Regie. Ihr Mann Reiner ist der technische Leiter, die Hauptverantwortung trägt seit einigen Jahren Gabi Federers Tochter Jeannine Federer. Sie schreibt alle Stücke selber, plant die Kulissen und engagiert die Artisten. «Jede Geschichte ist mein Baby, und ich hoffe natürlich immer, dass es gut ankommt», sagt sie, die in wenigen Tagen 32 Jahre alt wird. Dabei hat sie keine einfache Aufgabe, denn Kinder sind ein kritisches Publikum: «Sie klatschen nicht aus Anstand, sondern nur, wenn es ihnen wirklich gefällt.» Zudem sei es jedes Jahr ein Spagat, ein Stück zusammenzustellen, das für ganz kleine Kinder nicht zu «gfürchig», für grössere Kinder spannend genug und auch für Erwachsene dank hochkarätiger Artisten interessant ist.

Aus Korn Gold zaubern

Das diesjährige Stück, das in einer Woche Premiere feiert, heisst «Mia und die Zaubermühle». Mia und ihre Schwester sind Strassenkinder, die auch mal stehlen, um zu überleben. Eines Tages erfahren sie von einem reichen, aber hartherzigen Müller, der aus Korn Gold machen kann. Als sie in seine Mühle einbrechen, werden sie erwischt und müssen fortan für ihn arbeiten, wobei Mias Schwester in einen Esel verzaubert wird. Jeannine Federer spielt gleich selber die Hauptperson. Eine Rolle, die ihr besonders Spass macht. «Mia ist ein richtiger <Rotzlöffel>, ein <Schnodergoof>, ähnlich wie Pippi oder die Rote Zora.»

250 Vorstellungen bis Oktober

250 Vorstellungen stehen bis Mitte Oktober auf dem Programm. Jeannine Federer weiss, dass von den Tausenden kleiner und grosser Kinder, die bis dahin das Stück anschauen werden, einige dabei sind, die jede Woche kommen. Entsprechend kennen sie jedes Detail, jede Bewegung. Aber auch Jeannine Federer kennt viele Kinder persönlich und ist für einige ein Vorbild. Etwa für jenes Mädchen, das seit Jahren Stammgast ist im Märchenzelt. Dabei müsse ihre Mutter jeweils genau aufschreiben, was sie, Jeannine Federer, trage. «Daheim schneidert die Mutter dann die passenden Kleider und fortan erscheint das Mädchen genauso gekleidet wie ich», sagt die 32-Jährige und schmunzelt.

Mia und die Zaubermühle, 20. März bis Mitte Oktober täglich im Märchenzelt des Walter-Zoos

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