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Eine verpasste Chance nachgeholt

Dass die Stadt St. Gallen das Klubhaus kauft, kommt nicht überraschend. Auch wenn Baudirektorin Elisabeth Beéry vor knapp zwei Jahren aus Kostengründen entschieden hatte, das Vorkaufsrecht nicht wahrzunehmen. Dieser Schritt ist richtig.
David Gadze

Dass die Stadt St. Gallen das Klubhaus kauft, kommt nicht überraschend. Auch wenn Baudirektorin Elisabeth Beéry vor knapp zwei Jahren aus Kostengründen entschieden hatte, das Vorkaufsrecht nicht wahrzunehmen. Dieser Schritt ist richtig. Dies, obwohl davon auszugehen ist, dass die Stadt jetzt dafür mehr Geld auf den Tisch legen musste als die 1,55 Millionen Franken, die sie das Gebäude damals gekostet hätte. Doch ihr blieb jetzt gar nichts anderes übrig. Das Planungs-Chaos der vergangenen Monate warf nicht nur ein schlechtes Licht auf die Bauverwaltung, es hätte für dieses städtebaulich wichtige Gebiet zu einer jahrelangen Hypothek werden können. Der Stadt hat sich nun die Möglichkeit geboten, eine verpasste Chance nachzuholen. Insofern ist der Erwerb der Liegenschaften an der Lagerstrasse nur vernünftig.

Mit etwas Weitsicht hätte die Stadt bereits 2013 das Klubhaus gekauft. Die Weitsicht, die damals fehlte, wird es in den kommenden Monaten brauchen, wenn die Planung hinter dem Hauptbahnhof vorangetrieben wird. Die Verantwortlichen tun gut daran, ihre Scheuklappen abzulegen. Ein Blick in Städte wie Zürich, wo das Areal um den Bahnhof Oerlikon in den nächsten Jahren ein komplett neues Gesicht erhalten wird, zeigt, was mit einer zukunftsgerichteten Planung möglich ist. Veränderung braucht Mut, Veränderung braucht aber vor allem auch Visionen. Und nicht zuletzt die Bereitschaft, diese im Dialog mit anderen zu entwickeln. Die Fehler, welche im Gebiet Bahnhof Nord bisher begangen wurden, gilt es jetzt zu korrigieren – auch wenn das nur beschränkt möglich ist. Bleibt zu hoffen, dass im Mehrbetrag, welchen die Stadt nun unnötigerweise ausgegeben hat, auch Lehrgeld für alle Verantwortlichen enthalten ist.

david.gadze@tagblatt.ch

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