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Eine unbedachte Schlagzeile

«Der Islam hat hier nichts verloren», vom 15. September
Susi und Hanspeter Schnüriger und

Unbedacht, weil diese Sprachform allzu leicht an die Mentalität eines Ku-Klux-Klan oder gar an braune Zeiten erinnert. Sie liegt falsch: Wirbt nicht Schweiz Tourismus um zahlkräftige arabische Gäste? Werden nicht grosse Resorts wie Andermatt und Bürgenstock mit arabischem Kapital realisiert? Und bemüht sich unsere Wirtschaft nicht um lukrative Geschäfte mit islamischen Staaten? Vor allem aber: Diese Schlagzeile trifft in ihrer undifferenzierten, pauschalen Aussage auch unter uns lebende Menschen. Sie haben bei uns Arbeit gefunden, um ihre Familien zu ernähren. Oft sind es gering geschätzte und meist weniger gut bezahlte Jobs. Wir begegnen diesen Leuten überall, auf Baustellen, beim Einkaufen, im Spital, in der Schule, beim Flanieren am See. Fast ausschliesslich sind es bescheidene und freundliche Menschen. In ihrer Religion finden sie Halt und Identität. Die allerwenigsten von ihnen haben Verbindungen zu einem politisch missbrauchten Islam. Solche Schlagzeilen tragen eher zu einer Radikalisierung bei, verunsichern Menschen mit einer offenen, positiven Einstellung und verletzen zentrale christliche Werte.

Susi und Hanspeter Schnüriger und

Georg Schmucki, Espentobelstrasse 5, 9000 St. Gallen

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