Eine Trennlinie wird ausradiert

Das südliche Ende der Tempelackerstrasse soll für den Verkehr gesperrt und in einen Fuss- und Veloweg umgewandelt werden. Dadurch würde das Acker-Pärkli an die Parkanlage des Bürgerspitals angebunden. Die Ortsbürgergemeinde will es noch dieses Jahr zugänglich machen.

David Gadze
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Eine grüne Oase für die Bevölkerung: Das Acker-Pärkli beim Bürgerspital soll öffentlich zugänglich gemacht werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser)

Eine grüne Oase für die Bevölkerung: Das Acker-Pärkli beim Bürgerspital soll öffentlich zugänglich gemacht werden. (Bild: Michel Canonica und Benjamin Manser)

Unweit des Bürgerspitals und der Geriatrischen Klinik soll noch dieses Jahr eine kleine grüne Oase entstehen. Genauer gesagt: Es gibt sie schon seit rund 200 Jahren, nur war sie bislang nicht öffentlich zugänglich. Das sogenannte Acker-Pärkli zwischen Tempelackerstrasse, Ackerstrasse und Kleinbergstrasse war seit jeher in privatem Besitz. Heute gehört es der Ortsbürgergemeinde. Diese will es noch in diesem Jahr für die Bevölkerung öffnen.

Ein Pärkli für Jung und Alt

«Das Acker-Pärkli bildet eine schöne Ergänzung zum Park des Bürgerspitals», sagt Arno Noger, Präsident der Ortsbürgergemeinde. Es soll aufgewertet werden: Neue Bäume sollen gepflanzt und ein kleiner Pavillon erstellt werden, der sowohl von den Bewohnern des Bürgerspitals und der Geriatrischen Klinik als auch von den Kindern aus dem Kinderheim Tempelacker benützt werden kann. Abends soll das Pärkli jeweils geschlossen werden. Die genauen Öffnungszeiten sind jedoch noch nicht bestimmt.

«Die Tempelackerstrasse ist aber eine massive Trennlinie zwischen den beiden Grünflächen, gerade für ältere Menschen», sagt Noger. Im Zuge der Pläne für das Acker-Pärkli regte die Ortsbürgergemeinde deshalb an, das südliche Ende der Strasse umzubauen: Das Teilstück entlang der Parkanlage sollte vom Verkehr befreit und aufgewertet werden.

Tempelackerstrasse ohne Autos

Die Tempelackerstrasse ist im Abschnitt zwischen der Flurhofstrasse und der Bedastrasse in einem schlechten baulichen Zustand. Ursprünglich sollte sie daher in jenem Bereich noch 2011 saniert werden. Noch vor Inangriffnahme der Projektierungsarbeiten ist am südöstlichen Strassenrand auf einer Länge von rund 40 Metern eine Stützmauer aus Sandstein, die ebenfalls zum Acker-Areal gehört, eingestürzt. Infolgedessen überprüfte die Stadt zusammen mit der Ortsbürgergemeinde, wie sich jener Teil der Strasse umgestalten liesse. Aus verkehrsplanerischer Sicht spreche nichts gegen eine Sperrung für den Autoverkehr, sagt Bausekretär Matthias Fuchs. «Die Tempelackerstrasse hat dort heute praktisch keine verkehrliche, sondern vor allem eine Parkierfunktion.»

Deshalb soll sie nun in einen Fuss- und Veloweg umgebaut werden. Infolgedessen werden auch die rund 25 Parkplätze der Blauen Zone in jenem Bereich aufgehoben. Daher hat die Stadt das Gespräch mit den Quartiervereinen Südost und St. Fiden-Neudorf gesucht. In der näheren Umgebung entstehen neue Parkplätze. Am nördlichen Ende der Tempelackerstrasse wird die Blaue Zone um zehn Parkplätze erweitert. Ausserdem gibt es dort und vor der Geriatrischen Klinik insgesamt 16 neue öffentlich bewirtschaftete Parkplätze. Die Ortsbürgergemeinde erstellt 26 private Parkplätze, den Grossteil im Bereich hinter dem Bürgerspital.

Mehr als 500 000 Franken

Die Neugestaltung der Tempelackerstrasse ist für die Stadtparlamentssitzung vom 3. Mai traktandiert. Die Gesamtkosten betragen 559 000 Franken. Die Stadt bezahlt 370 000 Franken, die Ortsbürgergemeinde beteiligt sich mit 185 000 Franken. Da auch Werkleitungen ersetzt werden, entfallen die restlichen 4000 Franken auf die Werke.

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