Eine naturnahe Aquarellistin

RORSCHACH. Stephanie Zobrist aus Dübendorf spricht an der elften von Irene Varga organisierten Kunstausstellung Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims an.

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Stefanie Zobrist trifft mit ihren naturnahen Aquarellen den Geschmack der Altersheim-Bewohnerinnen und -Bewohner. (Bild: Urs Bosshard)

Stefanie Zobrist trifft mit ihren naturnahen Aquarellen den Geschmack der Altersheim-Bewohnerinnen und -Bewohner. (Bild: Urs Bosshard)

RORSCHACH. Es ist die elfte Ausstellung, welche die in Berg arbeitende Kuratorin Irene Varga im Altersheim organisiert. Noch nie waren wir gleich zu Beginn so sehr überzeugt, dass die Künstlerin – diesmal Stephanie Zobrist – den Geschmack der Bewohnerinnen und Bewohner getroffen hat. «Schauen Sie sich die lustigen Katzen an», wurden wir von einer Frau angesprochen und immer wieder hiess es lobend, da sehe man doch auf den ersten Blick, was die Künstlerin zeigen wolle.

Ihrem eigenen Stil treu

Stephanie Zobrist, Pflegefachfrau und Hobby-Ornithologin, fühlt sich älteren Kunstfreunden auch darin nahe, dass sie ihre Blumen-und Vogel-Aquarelle naturgetreu weitergibt. Sie tut es, selbst wenn sie hie und da aufgemuntert wird, «etwas freier» zu malen. Die Künstlerin hat sich an der neuen Kunstschule in Zürich, bei Claudine Tschalär und beim Grafiker Jacques Mennel aus- und in einem Workshop in den USA weitergebildet. Sie mischte einzelne Stillleben aus dem Elsass, Venedig und Alaska unter die rund hundert Tier-und Blumenbilder, die im Altersheim auf die vier Etagen verteilt sind. Es war verständlich, dass sich die betagten Bewohnerinnen und Bewohner nicht mit auf den Rundgang mit der Künstlerin und ihren Art-Savour-Freunden begaben. Die im Altersheim Wohnenden haben sich schon mit den Bildern befasst und werden die Gelegenheit dazu bis 3. September – täglich geöffnet von 10 bis 12 und 14 bis 17.30 Uhr – immer wieder benützen. An der Vernissage genossen die Seniorinnen und Senioren die Musik, mit welcher Marianne Tobler, Klavier, und ihre Enkelin Salome an der Geige aufspielten.

Wo sind die Ortsansässigen?

Nicht klar ist, warum diese Ausstellungen im Altersheim bei Kunstfreunden in Stadt und Region, etwa jenen vom hiesigen Kunstverein, kaum Beachtung finden. (pb.)