Eine Krippe fürs Linsebühl

Ein Team aus fünf Personen hat eine beinahe lebensgrosse Krippe gebaut für die Kirche Linsebühl. Die Krippe wurde bereits eingeweiht – abgeschlossen ist das Projekt aber noch nicht.

Samira Mehdiaraghi
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Die Krippenfiguren aus Holz sind fast lebensgross. (Bild: Samira Mehdiaraghi)

Die Krippenfiguren aus Holz sind fast lebensgross. (Bild: Samira Mehdiaraghi)

Lichter, Kugeln, Glitzer. Prächtige Weihnachtsdekoration hat es in jedem Schaufenster und an jeder Fassade in der Stadt. «Wieso eigentlich nicht bei der Kirche?», hat sich Gisela Bertoldo, Initiantin und Projektleiterin der Krippe Linsebühl, gefragt. Ein Jahr nach diesem Gedanken steht die beinahe lebensgrosse, selbstgebaute Krippe vor der Kirche Linsebühl. Am ersten Advent wurde sie feierlich enthüllt und eingeweiht.

Brief an die Gemeinde

«Nachdem mir die Idee kam, musste ich Leute finden, die das Projekt gemeinsam mit mir realisieren wollten», sagt Bertoldo. Die Gemeindemitglieder wurden aufgerufen, sich zu beteiligen, wenn sie Freude an so einer Arbeit hätten. Daraufhin haben sich drei Leute gemeldet. Ausserdem war Hanspeter Schmid als Vertreter der Kirche dabei. Das Projekt wurde von verschiedenen Seiten finanziell unterstützt; darunter sind Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen.

«Niemand von uns ist Schreiner, deshalb mussten wir zuerst besprechen, was überhaupt möglich ist», blickt Bertoldo zurück. Die Krippenfiguren seien alle selbst gezeichnet. Darauf seien sie besonders stolz: «Alles entsprang unserer Phantasie.»

Bei der Wahl der Materialien hätten sie vor allem auf Beständigkeit und den Umweltaspekt geachtet. «Bei der Beleuchtung beispielsweise haben wir uns für LED-Lampen entschieden.» Etwa 150 Stunden sei das Team von fünf Leuten mit dem Planen, Zusägen und Zusammenbauen der Krippe beschäftigt gewesen. Die Krippenfiguren, darunter das Jesuskind, Maria und Joseph, sowie die heiligen drei Könige wurden in der Werkstatt im Kirchgemeindehaus hergestellt.

Ochse und Esel

Natürlich seien sie auch auf Hilfe von Fachpersonen angewiesen gewesen. «Die Stadtsägerei hat uns bei der Auswahl des Holzes, beim Planen und Bau des Stalls kräftig unter die Arme gegriffen», sagt Bertoldo. Sie seien dafür sehr dankbar, denn es ist wichtig, dass der Stall der Witterung standhält.

Diese Adventszeit solle die erste von vielen sein, in denen die Krippe vor der Kirche Linsebühl steht, sagt Bertoldo. «Wir hoffen auch, dass über die Jahre immer wieder neue Figuren dazukommen.» Als nächstes seien ein Ochse und ein Esel geplant. Die Krippe kann noch bis zum Dreikönigstag bewundert werden. Jeweils ab 16.40 Uhr wird sie beleuchtet.

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