Eine Kopf- und keine Parteiwahl

Es kommt überraschend. Im zweiten Wahlgang der Goldacher Gemeinderatswahl kandidiert neben Reto Kuratli (SP) und Martin Hochreutener (SVP) nun auch Kathrin Michel. Die 46-Jährige ist parteilos. Das bringt frischen Wind in den Wahlkampf. Und mischt die Karten neu.

Linda Müntener
Drucken
Teilen

Es kommt überraschend. Im zweiten Wahlgang der Goldacher Gemeinderatswahl kandidiert neben Reto Kuratli (SP) und Martin Hochreutener (SVP) nun auch Kathrin Michel. Die 46-Jährige ist parteilos. Das bringt frischen Wind in den Wahlkampf. Und mischt die Karten neu.

Kein Kandidat hat im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht. Hochreutener erhielt 31 Stimmen mehr als Kuratli. 125 Stimmzettel gingen leer ein, 52 Stimmen an Vereinzelte. Eine unbefriedigende Situation, für beide Seiten. Es ist weder Hochreutener noch Kuratli gelungen, die Mehrheit von sich zu überzeugen. Nicht zuletzt deshalb, weil der Kampf SP gegen SVP, links gegen rechts, während des Wahlkampfs im Vordergrund stand. Das spiegelte sich im Dorf, in Leserbriefen und am Podium wider. Wer grundsätzlich nicht links wählt, gab seine Stimme dem SVP-Mann. Und umgekehrt.

Die Goldacher wünschen sich rasch umsetzbare Lösungen. Für das Verkehrsproblem, die Entwicklung des Zentrums, die Zukunft. Dafür ist nicht die Parteizugehörigkeit, sondern das Engagement und die Sachkompetenz entscheidend. Dies gilt es nun für alle drei Kandidaten zu beweisen. Denn die Gemeinderatswahl wird mit der neuen Ausgangslage als das wahrgenommen, was sie ist: eine Kopf- und keine Parteiwahl.

linda.muentener@tagblatt.ch