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Eine Herausforderung für das Quartier

Integration Der Haldenhof war eine versteckte Quartieroase mitten in der Innenstadt. Davon ist schon bald nichts mehr übrig: In diesen Tagen wird ein Teil der alten Liegenschaften abgerissen, weitere dürften in den kommenden Jahren ebenfalls verschwinden. Sie müssen neuen Wohngebäuden weichen. Zusammen mit der geplanten Überbauung auf der anderen Seite der westlichen Felsenstrasse stellt dies einen massiven Einschnitt in über Jahre gewachsene Strukturen dar. Nicht nur in die historische ­Bebauung, sondern auch in die soziale Durchmischung.

Es sei zu begrüssen, dass an Orten, wo dies möglich sei, die bauliche Verdichtung vorangetrieben werde, sagt der städtische Quartierbeauftragte Peter ­Bischof. Für ein Quartier bedeute ein so grosses Bauvorhaben jedoch immer eine gewisse Veränderung, insbesondere wenn – wie auch in diesem Fall – günstiger Wohnraum durch Eigentumswohnungen ersetzt werde. Das wirke sich auf die Zusammensetzung der Bevölkerung aus. Für das Quartier bringe das verschiedene Herausforderungen mit sich, sagt Bischof. Zum einen die monatelange Bauphase, zum anderen die Integration der neuen Anwohnerinnen und Anwohner ins bestehende Quartiergefüge.

«Die Felsenstrasse wird einen Teil ihres Charakters verlieren»

Doch wie geht das Quartier mit der ­grossen Veränderung um? Man habe sich ­lange genug darauf vorbereiten können, sagt Brigitte Kemmann, Präsidentin des Vereins Felsenstrasse. Schliesslich gebe es schon seit Jahrzehnten Pläne für eine Neubebauung des Haldenhofs. Da nun aber gleichzeitig auch auf der anderen Strassenseite eine neue Wohnüberbauung realisiert werde, sei der Einschnitt nochmals grösser. Sie habe Verständnis dafür, dass die Investoren im Sinne der baulichen Verdichtung die alten Häuser abreissen und durch Neubauten ersetzen wollen, sagt Brigitte Kemmann. Das Ganze habe jedoch einen fahlen Nachgeschmack: «Ich finde es bedauerlich, dass günstiger Wohnraum an diesem Ort verschwindet.» Der Strasse drohe durch die teuren Eigentumswohnungen in jenem Teil nun eine Zweiteilung. «Die Felsenstrasse wird einen Teil ihres Charakters verlieren.» Gerade deshalb hofft Brigitte Kemmann, dass sich die künftigen Anwohnerinnen und Anwohner an ihrem neuen Umfeld interessieren und durch Engagement helfen, diesen Einschnitt zu heilen. (dag)

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