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Eine Geschichte ohne Ende

Das städtische Hochbauamt investiert die Hälfte seines Budgets in Schulhäuser. Pro Jahr sind das 12 bis 15 Millionen Franken. Etliche Schulanlagen warten bereits wieder auf ihre Sanierung.
Yvonne Bugmann
Schulhaus Riethüsli: Ende Jahr soll ein Wettbewerb für einen Neubau ausgeschrieben werden. Dieser kommt nicht teurer als eine Totalsanierung. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Schulhaus Riethüsli: Ende Jahr soll ein Wettbewerb für einen Neubau ausgeschrieben werden. Dieser kommt nicht teurer als eine Totalsanierung. (Archivbild: Hanspeter Schiess)

Schulsanierungen sind teuer. Allein für die Sanierung des Schulhauses Feldli wurde ein Kredit von 10,5 Millionen Franken gesprochen. Doch das genügt nicht: Weil sich die Stadt bei der Planung verschätzt hat, musste das Stadtparlament vergangene Woche einem Zusatzkredit von 1,38 Millionen Franken zustimmen. Kontrovers diskutiert wurde dabei auch über die Möblierung.

Eine wichtige Aufgabe

Die Debatte im Parlament wirft wieder einmal ein Schlaglicht auf eine zentrale Aufgabe des städtischen Hochbauamtes. Es hat pro Jahr ein Budget von 25 bis 30 Millionen Franken zur Verfügung. «Die Hälfte der Investitionen, die wir damit tätigen, fliesst in Schulhäuser», sagt Stadtbaumeister Erol Doguoglu auf Anfrage.

Bei den Schulhäusern gebe es wie bei Autos Unterhaltszyklen, erläutert Doguoglu. Sowohl Autos als auch Schulhäuser müssten regelmässig in den Service gebracht, also repariert oder erneuert werden. Bei den Schulhäusern gibt es kleine und grosse Zyklen. «Alle zehn Jahre müssen wir das Schulhaus auffrischen, also zum Beispiel streichen oder die Bodenbeläge erneuern.»

Aufwendige Totalsanierungen

Alle 25 bis 30 Jahre stehe eine umfassende Sanierung an. Dann werden technische Installationen auf den neusten Stand gebracht, Fenster ersetzt und neue Vorschriften für Energieeffizienz oder Brandschutz umgesetzt. Hinzu kommt, dass die Schulhäuser an neue pädagogische Konzepte angepasst werden müssen. Mehr Raum ist auch nötig für neue Angebote wie etwa die ausserschulische Betreuung. Ist ein Schulhaus gut «in Schuss», kann es gut auch einmal 50 Jahre dauern, bis es zu einer grösseren Sanierung kommt.

Auf Feldli folgt Gerhalde

Umfassend saniert wird zurzeit die Schulanlage Feldli. Die Arbeiten sollen bis im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. Doch weitere städtische Schulanlagen warten bereits darauf, ebenfalls saniert zu werden.

Als nächstes steht das Schulhaus Gerhalde auf dem Programm. Der Stadtrat hat das 13 Millionen Franken teure Vorhaben verabschiedet, demnächst wird es von der Baukommission des Stadtparlaments vorberaten, bevor es ins Parlament selber kommt. Die über hundert Jahre alte Gerhalde erhält neu einen Mehrzweckraum, eine Bibliothek sowie eine unterirdische Turnhalle.

Wettbewerbe für Neubauten

Umfassend saniert wird in den nächsten Jahren auch das Schulhaus St. Leonhard. «Der Projektwettbewerb steht kurz vor dem Abschluss», sagt der Stadtbaumeister. Anfang Mai sollen die Ergebnisse bekanntgegeben werden. Auch diese Anlage erhält eine neue Turnhalle. Weil die bestehende in einem schlechten Zustand und zudem zu klein ist, wird sie abgerissen und durch eine neue ersetzt. Gleichzeitig soll sie als Mehrzweckhalle dienen und Platz bieten für ausserschulische Betreuungsangebote, wie etwa den Mittagstisch. Der Baustart ist für 2014 geplant.

Der nächste Wettbewerb beschäftigt sich mit dem Schulhaus Riethüsli. Ein Projekt hatte sich schon einmal mit der Anlage befasst. Ein Architekturbüro präsentierte einen Sanierungsvorschlag, der allerdings 26 Millionen Franken gekostet hätte. Deshalb wurde eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau ausgearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass ein Neubau nicht teurer käme als die Sanierung, aber viele Vorteile brächte. Deshalb wird nun Ende Jahr ein Wettbewerb für einen Neubau ausgeschrieben.

Lange Warteschlange

Eine Turnhalle bräuchte auch das Schulhaus Grossacker. Die Anlage hat keine eigene Turnhalle. «Wir überlegen uns schon lange eine Mischung aus Turnhalle, Mehrzweckraum und Räumen für ausserschulische Betreuung wie im St. Leonhard», sagt Doguoglu.

In schlechtem baulichem Zustand befindet sich auch das Winkler Schulhaus Kreuzbühl. Wie das Schulhaus Grossacker ist auch das Kreuzbühl «in der Investitionsplanung», wie Doguoglu sagt. «In den nächsten ein bis zwei Jahren passiert aber noch nichts.»

Sanierungsbedarf gibt's auch beim Schulhaus Zil, wo vor allem der Bau einer Dreifachsporthalle geprüft werden soll. Für das Heimat-Schulhaus soll ab 2012/13 ein Wettbewerb für die Sanierung ausgeschrieben werden. Und auch beim Schulhaus Hebel in St. Georgen stehen Sanierungsarbeiten an.

«Schulhäuser gehen nicht aus»

Erol Doguoglu hat nachgerechnet: Die Stadt ist für drei Oberstufen- und zwei Dutzend Primarschulanlagen zuständig. Bei denen bestehe immer wieder Sanierungsbedarf. Das Fazit des Stadtbaumeisters: «Die Schulhäuser gehen uns nicht aus.»

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