Eine Garage für Postautos

Die Jakob Gschwend AG baut in Engelburg eine Einstellhalle. PostAuto wird sich einmieten und zwölf Fahrzeuge darin einstellen. Das Gebäude soll bis im Oktober fertiggestellt werden.

Roman Hertler
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ENGELBURG. Über ein Dutzend Personen fanden sich am Dienstag zum kurzfristig anberaumten Spatenstich ein. Zwischen dem Hauptgebäude der Jakob Gschwend AG und der Schöntalstrasse in Engelburg wird eine neue Einstellhalle gebaut. Im unteren Stockwerk wird sich die PostAuto Schweiz AG einmieten.

Waschen, tanken, reparieren

Zwölf Postautos der Linien Engelburg–St. Gallen–Eggersriet–Heiden und Engelburg–St. Gallen–Rehetobel–Heiden können dort eingestellt werden. Waschen, tanken und kleinere Reparaturen sollen vor Ort möglich sein. Zur Einstellhalle kommen das Büro des Fahrdienstleiters sowie der Aufenthaltsraum der 24 Chauffeure, die hier ihre Schichten beginnen und beenden werden.

Von der Schöntalstrasse her werden die Postautos über einen Wendeplatz mit 23 Metern Durchmesser zur neuen Einstellhalle zufahren. Im zweiten Geschoss wird die Jakob Gschwend AG Lastwagen, Winterdienstfahrzeuge und weitere Gerätschaften unterbringen. Ihre Zufahrt wird vom Firmengelände her ebenerdig verlaufen. Auf dem unüberdachten Obergeschoss entstehen Mitarbeiterparkplätze.

«Wir haben schon seit einiger Zeit über einen Erweiterungsbau nachgedacht – nur in etwas kleinerem Rahmen», sagt Norbert Gschwend, Betriebsleiter der Gschwend AG. «Als die PostAuto AG uns vor rund eineinhalb Jahren angefragt hat, haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt.» PostAuto hat bereits zwölf Wagen bei der Schnider AG in Engelburg untergestellt. Diese hat nun aber Eigenbedarf angemeldet, weshalb ein neuer Vermieter gesucht wurde. Zur Debatte stand unter anderem die Filtrox AG im Sittertobel. «Mit der Jakob Gschwend AG haben wir einen idealen Partner gefunden, der am Start- und Zielpunkt einer Postautolinie steht», sagt Walter Schwizer, Leiter PostAuto Region Ostschweiz. «Damit können allzu weite Leerfahrten vermieden werden.»

Dialogbereite Nachbarn

Auch für Gschwend lohnt sich das Geschäft. «Mit der PostAuto AG haben wir eine zuverlässige, langfristige Mieterin.» Nun, da alle Verhandlungen abgeschlossen und die Bewilligungen erteilt seien, könne man zügig mit dem Bau beginnen. Dies verdanke man auch der Dialogbereitschaft der Nachbarschaft, die in punkto Lärmbelastung und Grenzbereinigungen äusserst entgegenkommend gewesen sei, sind sich Bauherr Gschwend und Architekt Christian Eisenhut einig.

Der Zeitplan ist eng gesteckt. Bis im Oktober sollen die Hallen bezugsbereit sein. Mit dem Aushub, der rund 7000 Kubikmeter Erde umfasst, wird am Montag begonnen. Gaiserwalds Gemeindepräsident Boris Tschirky zeigte sich am Spatenstich erfreut über das Projekt. «Damit können wir uns als gewerbefreundlich positionieren.» Die nächstgelegenen Einstellhallen der PostAuto AG, die in der Region Ostschweiz 264 unterschiedlich grosse Busse einsetzt, stehen in Heiden, Arbon, Amriswil und Waldkirch/St. Pelagiberg.