Eine Frau dirigiert 200 Sänger

REGION RORSCHACH. Neun Chöre, 200 Sängerinnen und Sänger, ein Konzert: Zum zweitenmal tritt die Chorvereinigung der Region Rorschach gemeinsam auf. Esther Kuster, Präsidentin, spricht über die Vorbereitung und ihre Passion fürs Singen.

Samuel Rothenfluh
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Esther Kuster ist seit 2010 Präsidentin der «Chöre der Region Rorschach» und seit ihrer Kindheit eine begeisterte Sängerin. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Esther Kuster ist seit 2010 Präsidentin der «Chöre der Region Rorschach» und seit ihrer Kindheit eine begeisterte Sängerin. (Bild: Samuel Rothenfluh)

Esther Kuster ist voller Freude und sagt mit breitem Lächeln: «Ich freue mich riesig. Das ist ein grosser Moment.» Mit diesem grossen Moment meint sie das Konzert der Chöre der Region Rorschach, das am Samstag, 9. März, in der evangelischen Kirche Rorschach stattfinden wird.

Solo und gemeinsam

Esther Kuster ist seit 2010 Präsidentin der Chorvereinigung Rorschach. Die Vereinigung besteht aus neun Chören. Kuster lädt nach 2011 zum zweitenmal zu einem gemeinsamen Konzert ein. Jeder Chor wird einzeln auftreten und jeweils drei bis vier Lieder singen. Zum krönenden Abschluss werden alle 200 Sängerinnen und Sänger das Lied «Neigen sich die Stunden» anstimmen. Das Stück wird dirigiert von Kathrin Pfändler Kehl. «Es ist ein schönes, ruhiges Abendlied, welches das Konzert abrunden wird», sagt Frau Kuster. Das Musikprogramm ist vielseitig gestaltet. Das Konzert findet um 18 Uhr in der evangelischen Kirche Rorschach statt. Der Eintritt ist gratis.

Vielfältiges Programm

Jeder Chor probt seine Lieder selbständig. Nur zur Schlussprobe werden sich alle zusammenfinden. Sie sei dafür zuständig, dass am Konzertabend alle Einrichtungen für die verschiedenen Chöre zur Verfügung stehen.

«Das Schöne ist, dass man bei diesem Konzert einen guten Einblick in die vielseitige Chorlandschaft der Region bekommt», sagt Esther Kuster. Die Musikrichtungen sind von Chor zu Chor unterschiedlich. Das vielseitige Programm reicht von Volks- und Pop-Liedern bis zur klassischen Musik. Sie lasse den Chören so viel Gestaltungsfreiheit wie möglich, um die musikalische Vielfalt der Chöre zu bewahren, sagt Kuster weiter. Auf die Frage, wie gross der Arbeitsaufwand für die Vorbereitung eines solchen Konzertes sei, antwortet sie schmunzelnd: Bestimmt nicht so gross wie beim letzten Konzert. Der Aufwand wird sich etwa auf zehn Stunden belaufen.

Ehrenamtlicher Einsatz

Beeindruckend sind Esther Kusters ehrenamtliche Tätigkeiten. Sie ist seit drei Jahren Präsidentin der Chorvereinigung Rorschach. «Als der damalige Präsident mitteilte, dass er sein Amt niederlegen werde, war ich sofort bereit, diesen Posten zu übernehmen.» Das Amt biete ihr die Möglichkeit, sich für die Gesangsvereine der Region einzusetzen. Und das tut sie gerne, denn sie weiss, dass auch die Chöre in der Region mit Nachwuchssorgen zu kämpfen haben. Und sie staune, dass trotz dieser Sorgen die Chöre in der Region immer noch aus voller Kehle singen.

Seit 2004 ist Esther Kuster zudem im Vorstand des Kantonal-Gesangsverbandes und seit 2010 auch dessen Präsidentin. Lässt sich das alles unter einen Hut bringen? «Da ich meine ganze Arbeit von meinem Büro aus erledigen kann, ist das für mich kein grosses Problem.»

Mit Leidenschaft dabei

Frau Kuster singt aus Leidenschaft und setzt sich mit viel Engagement für die Chöre der Region ein. «Das letzte Konzert der Chorvereinigung war ein grosser Erfolg. Die Chöre schätzen diesen Anlass, da er eine gute Werbeplattform bietet.» Diesem Wettbewerb stellen sich am 9. März neun Chöre der Region: der Bodanchor Rorschach, der Frauenchor Goldach, der Frauenchor Roschacherberg, der Männerchor Helvetia Rorschach, die Männerchöre aus Mörschwil, Steinach und Tübach, der Sängerbund Goldach und der Chor singasong Goldach.

Singen stimmt fröhlich

Was bedeutet der Gesang für Esther Kuster? «Schon früh lernte ich, das Singen zu lieben. Ich bin in einem sehr musikalischen Umfeld aufgewachsen. Ausserdem ist Singen etwas sehr Gesundes und stimmt fröhlich.», sagt Esther Kuster und strahlt.