Eine fahrende Leidenschaft

Stefan Zeberli ist seit seiner Kindheit von der Ballonfahrt fasziniert. Mittlerweile ist er schon über 3000 Stunden gefahren und ist immer noch genauso begeistert davon wie früher. In Ungarn wurde er zum zweitenmal Europameister.

Yanic Lochbaum
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Der zweifache Europameister Stefan Zeberli vor der Hülle seines Heissluftballons beim Startplatz in Oberbüren. (Bilder: Benjamin Manser)

Der zweifache Europameister Stefan Zeberli vor der Hülle seines Heissluftballons beim Startplatz in Oberbüren. (Bilder: Benjamin Manser)

HEISSLUFTBALLON. Vor gut 28 Jahren fand man den damals sechsjährigen Stefan Zeberli jeden Abend in der Natur. Er blickte in den Himmel und beobachtete die bunten Punkte, die durch die Luft schwebten. Als die Heissluftballons endlich landeten, legte er sofort Hand an und half den grossen Fahrern beim Einpacken. So entstand eine Leidenschaft, die bis heute anhält. Vor zwei Wochen wurde Zeberli in der ungarischen Stadt Debrecen erneut Europameister.

Den Leuten eine Freude machen

Zeberli musste gut zehn Jahre lang Geld verdienen und zu Hause wohnen, um sich seinen Traum vom eigenen Ballon zu erfüllen. Heute fährt der 33-Jährige immer, wenn sich die Gelegenheit bietet. Zeberli wohnt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Andwil. Von dort aus nimmt er regelmässig Passagiere mit, um ihnen die Landschaft der Ostschweiz aus einer Perspektive zu zeigen, die man sonst nie so zu Gesicht bekommt. «Den Leuten eine Freude zu machen, ihnen ein einmaliges Erlebnis zu bieten, das ist für mich etwas vom Schönsten», sagt Zeberli.

Ballonfahren als Erholung

Für Zeberli ist Heissluftballonfahren aber auch ein Hochleistungssport. Der gebürtige Thurgauer ist Europameister. So ist er mit dem Ballon oft auf Reisen. Ausserhalb der Wettbewerbe geniesst Zeberli die Ruhe im Einklang mit der Natur. «Für mich ist Ballonfahren Erholung. Vor allem hier in der Ostschweiz, wo ich am liebsten fahre, geniesse ich jede Minute in der Luft.» Auch nach über 3000 Stunden ging der Reiz nie verloren: «Es ist meine Leidenschaft.»

Im Verlauf des Startprozederes richtet sich der Ballon auf. Die Fahrt mit dem Heissluftballon führt vom St. Gallischen in den Kanton Thurgau. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Im Verlauf des Startprozederes richtet sich der Ballon auf. Die Fahrt mit dem Heissluftballon führt vom St. Gallischen in den Kanton Thurgau. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

THURGAU 26.08.15 - Unterwegs mit Ballonfahrer Stefan Zeberli. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

THURGAU 26.08.15 - Unterwegs mit Ballonfahrer Stefan Zeberli. © Benjamin Manser / TAGBLATT (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))