Eine Demo für die Gleichstellung

Am 14. Juni 1991 haben die Frauen gestreikt. Am 1. Juli 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft. Heute wird in der Stadt St. Gallen dieser Ereignisse gedacht. Und die Durchsetzung der Gleichstellung gefordert.

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Vor 25 und vor 20 Jahren sind in der Schweiz wichtige Kapitel im Kampf um die Gleichstellung von Mann und Frau geschrieben worden. Gleichstellung und vor allem das Prinzip «gleicher Lohn für gleiche Arbeit» ist aber immer noch nicht überall erreicht.

Anlass für Frauen und Männer

Im Juni machen verschiedene Organisationen und Institutionen auch im St. Gallischen mit einer Serie von Veranstaltungen darauf aufmerksam. Heute Dienstag, ab 17 Uhr, gehen die Frauen in der Stadt St. Gallen auf die Strasse. Organisiert wird der Anlass von den Frauen der Gewerkschaft Unia. Zur Teilnahme eingeladen sind ausdrücklich alle. «Die Gleichstellung der Frau richtet sich nicht gegen die Männer. Im Gegenteil: Wir wollen die Gleichstellung der Frauen mit den Männern», begründen die Organisatorinnen.

Demo, Ansprachen, Fest

Treffpunkt für die Kundgebung für echte Gleichstellung ist heute Dienstag, ab 17 Uhr, auf dem Bohl. Der Demonstrationszug, die sogenannte «Woman's Parade», startet um 17.30 Uhr. Sie führt vom Bohl über Brühl-, Spiser-, Markt- und Neu- in die Multergasse. Von dort geht es über den Bärenplatz und die Marktgasse zurück auf den Bohl.

Ab 18.30 Uhr steigt dann vor dem Waaghaus ein Fest. Zuerst werden in Ansprachen Statistiken und eine Übersicht zur Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt präsentiert. Danach erzählen verschiedene Frauen, wie sie die fehlende Gleichstellung im Arbeitsmarkt tagtäglich zu spüren bekommen. Ab 19 Uhr nimmt Raoul Nagel in einer Performance aus Sicht des Mannes zum Thema Stellung. Ab 20 Uhr spielen Gee-K und Band.

Regula Kägi im Frauenpavillon

Eine weitere Veranstaltung des laufenden Gleichstellungsmonats findet am Donnerstag, 18 bis 20.30 Uhr, im Frauenpavillon im Stadtpark statt. Dort spricht Rechtsprofessorin Regula Kägi über «Gleichstellung und Menschenrechte». (vre)