Eine Antwort auf «180 000 sind genug!»

Zuerst wollte ich, vom unheiligen Leserzorn gepackt, über die unsachlichen und aus meiner Sicht unfairen Machenschaften in meiner Gemeinde wettern.

Roman Mäder, Halden 39, 9422 Staad
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Zuerst wollte ich, vom unheiligen Leserzorn gepackt, über die unsachlichen und aus meiner Sicht unfairen Machenschaften in meiner Gemeinde wettern. Ich habe mich aber, auch weil ich glaube, dass der Zeigefinger in dieser Thematik schon zu oft eingesetzt wurde, eines Besseren besonnen, höre sofort damit auf – auch andeutungsweise – und möchte schlicht eine Frage in den Raum stellen: Sind denn 180 000 Franken Lohn genug?

Wenn wir als diejenigen, die Robert Raths‘ Gehalt bezahlen, uns Gedanken darüber machen, ob die Summe angemessen sei, kann es für eine korrekte Abwägung eigentlich nur einen Massstab geben, nämlich die gezeigte Leistung. Wir müssen uns fragen, ob seine messbaren Erfolge abzüglich seiner Misserfolge in den vergangenen 17 Jahren den ausbezahlten oder in Zukunft auszuzahlenden Lohn rechtfertigen. Was haben seine eingeleiteten Massnahmen die Gemeinde gekostet und was haben sie an Mehrwert generiert? Diese Frage müssen Sie sich stellen, wenn es darum gehen sollte, den Lohn des Gemeindepräsidenten zu deckeln oder insbesondere, wenn es um dessen Wiederwahl geht.

Ich schaue darum auf meine – der Zufall will es – ebenfalls 17 Jahre in Buechen zurück und stelle fest, dass Robert Raths mit seinem Gemeinderatsteam und den weiteren Behörden Thal für Bewohner und potenzielle Neuzuzüger nicht nur in steuerlicher Hinsicht (Senkung des Steuerfusses um 47%), sondern auch als Wohn- (Ausbau der Sport- und Freizeitanlagen, Sicherung des Schulweges durch die Neugestaltung der Verbindungsstrasse Buechen-Thal, Hafenanlage, Politik der offenen Tür) und Arbeitsort (Ansiedlung zahlreicher neuer Arbeitgeber, Projekt Arena-Areal) um Welten attraktiver gemacht hat. Das mein kurzes, aber eindeutiges Fazit. Und nun komme ich auf meine Frage «sind denn 180 000 Franken Lohn genug?» zurück und meine, dass der aktuelle Lohn, gemessen am Nutzen, den Robert Raths der Gemeinde Thal und uns allen als Steuerpflichtige gebracht hat, als absolut adäquat bezeichnet werden kann, ja muss. Wir sollten aufhören, mit der Lupe nur auf diese eine Zahl und irgendwelche Privatsachen (da ist er wieder, der böse Zeigefinger, sorry) zu schauen und uns stattdessen zurücklehnen, das Ganze in seiner vollen Breite und Tiefe betrachten und uns auf das gemeinsame Vorwärtskommen unserer Einheitsgemeinde konzentrieren. Für mich gibt es keinen Grund, an Robert Raths in irgendeiner Weise zu zweifeln, darum werde ich ihn gerne wieder als Gemeindepräsidenten wählen. Tun Sie es mir in demonstrativ grosser Zahl gleich, damit wir ihm zeigen, dass wir ihn und seine Arbeit als Lenker unserer Gemeinde und Behörden sehr schätzen!