EINDRÜCKE: Der Mann, der den Rhein bezwang

Extremschwimmer Ernst Bromeis ist zu Gast in der Bibliothek Rorschach. Er berichtet von seinen schwimmerischen Grenzgängen und trifft auf Schülerin Sarah Ingold, die am 26. Juni den Bodensee überquert.

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Der Extremschwimmer Ernst Bromeis erzählt von seinen Abenteuern. (Bild: Andrea Badrutt)

Der Extremschwimmer Ernst Bromeis erzählt von seinen Abenteuern. (Bild: Andrea Badrutt)

Zum Start der Badesaison ist der Bündner Extremschwimmer Ernst Bromeis am Samstag, 10. Juni, von 10.30 bis 12 Uhr, zu Gast in der Bibliothek Rorschach-Rorschacherberg im «Treppenhaus» an der Kirchstrasse 3 in Rorschach. Dies ist eine faszinierende Begegnung mit einem Menschen, der seine Leidenschaft zu seinem Lebensinhalt gemacht hat.

Aufsehen erregte er vor drei Jahren, als er die 1230 Kilometer lange Strecke von der Rheinquelle in Graubünden bis zur Mündung in die Nordsee bei Rotterdam (NL) durchschwamm. Dabei passierte er mit der Durchquerung des Bodensees auch unsere Region. In der Bibliothek kommt es auch zum Aufeinandertreffen zwischen Ernst Bromeis und der jungen Rorschacherin Sarah Ingold, die am 26. Juni den Versuch wagt, den Bodensee zwischen Langenargen und Rorschach schwimmend zu überqueren.

Der studierte Sportlehrer und ehemalige Spitzensporttrainer lebt für seine Mission, die Trilogie «Das blaue Wunder». Ernst Bromeis engagiert sich im Bereich der Wasserbildung als Referent in Schulen, bei Lehrlingen oder auch an Managertagungen. Nebst seinen Exkursionen setzt sich der Schweizer Wasserbotschafter für Wasserbildung im oder als Botschafter für das Wassersolidaritätsprojekt «Solidarit’eau Suisse» des Deza ein.

Seine Grenzgänge bringen ihm die nötige Tiefe, um aus dem Vollen zu schöpfen: «Bevor ich ins Wasser steige, muss ich stets Vertrauen fassen und eine Beziehung aufbauen zum Element. Schwimmen ist nicht Kampf. Im Gegenteil. Mit Gewalt geht nichts, denn das Wasser ist immer stärker.» Für Bromeis hat jeder See eine eigene Seele. Er empfindet Achtung und Respekt vor dem Wasser – und manchmal Angst. Wann immer er aber eintaucht, tut er es ganz und gibt sich dem Element hin mit Haut und Haar. Wasser ist ihm kostbar. Die grosse Verantwortung der Menschen in den Quellgebieten liegt ihm besonders am Herzen. Ernst Bromeis-Camichel ist verheiratet mit der Theologin Cornelia Camichel Bromeis (Wort zum Sonntag auf SRF) und ist Vater von drei Kindern. Er lebt mit seiner Familie in Davos. (rle)

Hinweis

Der Eintritt zur Veranstaltung in der Bibliothek ist frei. Eine Anmeldung bis 6. Juni wird empfohlen: bibliothek.rorberg@bluewin.ch