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EINBRUCHSERIE: Einbrecher nach Diebestour ausgeschafft

Ein 30-jähriger Georgier ist zwischen dem 9. und 14. September 2014 täglich in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Er erbeutete Diebesgut im Wert von rund 20500 Franken. Die Tour durch die Kantone St. Gallen und Zürich begann in Eggersriet.

Der 30-jährige Georgier kam erst drei Jahre nach den Straftaten in der Schweiz in Untersuchungshaft. Nach der Einbruchserie durch die Kantone Zürich und St. Gallen setzte er sein Unwesen in Deutschland fort, wo er verhaftet und verurteilt wurde. Dort sass er die letzten zwei Jahre im Gefängnis.

Die Anklage warf dem Beschuldigten vor, für sechs Einbrüche in Einfamilienhäuser verantwortlich zu sein. Bei fünf Häusern gelang ihm der Einstieg, bei einem blieb es beim Versuch. Der erste Tatort befand sich in Eggersriet, weshalb die St. Galler Staatsanwaltschaft die Untersuchung leitete. Auf die Spur des Georgiers kam sie, weil an allen sechs Tatorten seine DNA-Spuren gefunden worden waren.

Beschuldigter gibt sich wortkarg

Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann auf Antrag der Verteidigung im abgekürzten Verfahren an. Sie beantragte für ihn eine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs. Als Strafmass einigten sich die Parteien auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren.

In der Befragung des vorsitzenden Richters am Kreisgericht St. Gallen gab sich der Beschuldigte wortkarg. Den wenigen Ausführungen war zu entnehmen, dass er mit einer Schwedin verheiratet war und wieder geschieden wurde. Einige Zeit lang soll er in Schweden, einige Zeit in Deutschland gelebt haben. Er nahm für alle ihm vorgeworfenen Straftaten die Schuld auf sich. Weiter wollte er aber nichts dazu sagen. Er erinnere sich nur noch daran, dass er immer wieder zwischen Deutschland und der Schweiz hin und her gependelt sei. Er habe keine Ahnung wie, vielleicht mit dem Bus, vielleicht mit dem Zug.

Drogen und Alkohol im Spiel

Der Verteidiger verwies darauf, dass sich sein Mandant zur Tatzeit gesundheitlich und familiär in einer schwierigen Zeit befunden habe. Seine Gedächtnislücken rührten daher, dass er im Übermass Drogen und Alkohol konsumiert habe. Er habe die Straftaten aber eingestanden, die zudem eindeutig aufgrund der DNA-Spuren ihm zugeordnet werden könnten.

Das Gremium erhob die Anträge der Staatsanwaltschaft zum Urteil. Der vorsitzende Richter stellte klar, dass der Beschuldigte die Gefängnisstrafe in Deutschland für Taten abgesessen hatte, die er nach der Einbruchserie in der Schweiz beging. Deshalb gelte er beim aktuellen Verfahren als nicht vorbestraft und die Freiheitsstrafe könne bedingt ausgesprochen werden.

Das Kreisgericht bestimmte zudem, dass der Mann zwei Tage nach der Gerichtsverhandlung zuhanden des Migrationsamtes vorzeitig aus dem Strafvollzug entlassen wird. Dieses habe bereits einen Flug gebucht und werde ihn nach Georgien ausschaffen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde es auch eine Einreisesperre aussprechen. Der vorsitzende Richter wies den Beschuldigten nachdrücklich darauf hin, dass er die bedingte Freiheitsstrafe absitzen müsse, falls er trotz Einreisesperre wieder in die Schweiz einreise. (cis)

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