Einblick in 60 mögliche Berufe

In den vergangenen drei Tagen haben 143 Schülerinnen und Schüler der Gossauer Oberstufe bei 54 Firmen Einblick in 60 verschiedene Berufe erhalten. Arbeitgeber und Schule sind zufrieden mit dem Verlauf der Berufserkundungstage.

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Markus Rupp (Folix Reklametechnik AG) erklärt den Jugendlichen den Beruf des Gestalters Werbetechnik. (Bild: Herbert Bosshart)

Markus Rupp (Folix Reklametechnik AG) erklärt den Jugendlichen den Beruf des Gestalters Werbetechnik. (Bild: Herbert Bosshart)

GOSSAU. Von Montag bis Mittwoch haben 143 Schülerinnen und Schüler der zweiten Oberstufe vom Rosenau und Buechenwald je fünf Berufe kennengelernt. Nach der erfolgreichen ersten Durchführung im Herbst 2014 haben die Handels- und Industrievereinigung Gossau HIG, der Gewerbeverein Gossau und die Schule Gossau die zweiten Gossauer Berufserkundungstage durchgeführt.

Positive Rückmeldungen

«Wir haben letztes Jahr von unseren Mitgliedern durchwegs positive Rückmeldungen erhalten», schaut HIG-Präsident Roland Egli auf die Berufserkundungstage 2014 zurück. Einen positiven Eindruck hat auch Reto Huber, Vizepräsident des Gossauer Gewerbevereins: «Wir haben bei der ersten Durchführung grossen Aufwand betrieben. Der hat sich gelohnt.» Bewährt habe sich vor allem, dass die Oberstufenschüler ihre Besuche selber wählen konnten. Das Berufsangebot 2015 umfasste 60 Berufe in 54 Betrieben. Aus der Liste konnten die Schüler acht Favoriten auswählen, von denen ihnen fünf zugeteilt wurden.

Die Wunschlisten der Schüler verraten, dass Büroberufe bei Banken und in der Administration am begehrtesten waren. Gut nachgefragt waren auch die Gesundheitsberufe. 120 Schüler liessen sich über handwerkliche Berufe informieren. Die Lebensmittelberufe waren mit 50 Besuchen nur mässig gefragt – der «Frauenberuf» Floristin brachte es mit 25 Interessentinnen alleine auf die Hälfte.

Für Roger John, Schulleiter des OZ Rosenau, sind die Berufserkundungstage der erste Schritt auf dem Weg zur Berufswahl. «Das Organisieren von Schnuppertagen ist dann der nächste Schritt», erklärt John.

Erste Erfolge

Die Schule wie auch die Arbeitgeber berichten von einer guten Wirkung der letztjährigen Berufserkundungstage. Roland Egli: «Wir hören von Betrieben, dass sich aufgrund der Berufserkundungstage 2014 interessante Kontakte ergeben hätten, welche teils zu Lehrverträgen führten.» Es sei gelungen, den Schülern zu zeigen, dass es im Raum Gossau für viele Lehrberufe gute Lehrstellen gibt. «Das ist vor allem für handwerkliche und technische Berufe wichtig», sagt Reto Huber. «Die Akademisierung hat die Lehrlingssituation verschärft. Gewerbe und Industrie sind gefordert.» Die Berufserkundungstage seien eine geeignete Plattform, um Berufe und Oberstufenschüler einander näher zu bringen. (bos)