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«Ein Verlust für die Quartiere»

Die Poststellen Riethüsli, St. Georgen und St. Fiden werden bald durch Agenturen ersetzt. Bei der Bevölkerung stossen die Sparmassnahmen des Gelben Riesen auf wenig Gegenliebe – den Passanten sind die kleinen Filialen wichtig.

Ruth Rauber, 68,

Pensionärin, St. Gallen

Da ich im Riethüsli wohne, nutze ich die dortige Poststelle regelmässig. Ich verschicke beispielsweise häufig grössere Briefe ins Ausland. Am Schalter erhalte ich eine kompetente Beratung zur entsprechenden Frankierung, das schätze ich sehr. Ausserdem zahle ich meine Rechnungen in der Post ein, nach alter Schule mit dem gelben Büchlein. Dass unsere Poststelle geschlossen wird, macht mich traurig. Ich werde künftig wohl die Agentur oder die Hauptpost aufsuchen müssen.

Arthur Gmünder, 42, selbständig, St. Gallen

Die Schliessung der Poststelle im Riethüsli ist aus meiner Sicht eine Katastrophe. Ich wohne seit Jahrzehnten im Quartier und weiss, dass die Post nach wie vor gut frequentiert ist – auch heutzutage im Internetzeitalter. Erwähnenswert ist auch, dass die Filiale im Riethüsli seit der Schliessung der Post Lustmühle oft von Einwohnern des nahen Kantons Appenzell Ausserrhoden genutzt wird. Ich hoffe sehr, dass sich der Quartierverein Riethüsli für die Rettung unserer Poststelle einsetzt. Eine Agentur kann die Dienstleistungen einer Poststelle nämlich nie und nimmer ersetzen.

Rolf Flückiger, 72,

Pensionär, Kollbrunn ZH

Obwohl ich nicht aus der Region stamme, bin ich öfter auf der Strecke zwischen dem Appenzellerland und St. Gallen unterwegs. Aus diesem Grund nutze ich ab und zu die Post Riethüsli. Soeben habe ich am Schalter einen Brief aufgegeben. Mir gefällt, dass diese Filiale bequem per Auto erreichbar ist. Dass sie bald geschlossen wird, erstaunt mich sehr.

Matteo De Pedrini, 32, Historiker, Arbon

Ich arbeite in St. Georgen. Die dortige Poststelle besuche ich oft aus beruflichen Gründen, beispielsweise, um Pakete zu verschicken. Dass es anstelle der Post bald eine Agentur geben soll, finde ich schade. Doch ich bin der Meinung, dass eine Agentur immer noch besser ist als gar nichts. Ich fände es mühsam, wenn ich für jeden Versand extra in die Stadt hinunter zur Hauptpost fahren müsste.

Gareth Callister, 51, Yoga-Therapeut, St. Gallen

Ich wohne direkt über der Postfiliale in St. Georgen. Einige der Leute, die dort arbeiten, kenne ich persönlich. Ich bin sehr froh, dass sie mich in organisatorischen Angelegenheiten beraten können – auch in meiner Muttersprache Englisch. Bei einer Agentur gäbe es das wahrscheinlich nicht. Deshalb wünsche ich mir, dass die Post in meinem Wohnhaus bestehen bleibt.

Simone Knüppel, 42,

Textildesignerin, St. Gallen

Auch wenn ich in St. Georgen wohne, betrifft mich die Schliessung unserer Poststelle nur am Rande. Ich bin nämlich viel unterwegs und somit keine Stammkundin einer bestimmten Filiale. Grundsätzlich nutze ich lieber die grösseren Poststellen, da diese längere und durchgehende Öffnungszeiten haben. Aus nostalgischen Gründen ist es jedoch ein Verlust für St. Georgen, dass die Post verschwindet. Sie hat nämlich eine langjährige Tradition.

Mechthild Lusti, 49, Familienfrau, St. Gallen

Ich nehme die Dienste der Post in St. Georgen gerne und oft in Anspruch. Kürzlich habe ich am Schalter ein Vorsorgekonto eröffnet. Das wäre in einer Agentur nicht möglich. Mir würde in der Agentur zudem die persönliche Beratung fehlen. Grundsätzlich sagen mir kleine Poststellen mehr zu als grosse, da man dort weniger lange anstehen muss.

Vitus Scheidle, 71,

Pensionär, St. Gallen

Mit der Schliessung der Poststelle in meinem Wohnquartier St. Fiden bin ich ganz und gar nicht einverstanden. Ich nutze die Post nämlich oft, um Einzahlungen zu machen. Zudem handelt es sich in St. Fiden um eine Filiale, die ausschliesslich von Lehrlingen geführt wird. Geht sie zu, verpassen diese jungen Leute eine Chance im Berufsleben – und das alles wegen Sparmassnahmen.

Text: Anina Rütsche

Bilder: Karin Zimak

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