Ein urgemütlicher Jodlerabend

Unter dem Motto «Lueget, loset, gniesset» lud der Jodlerklub Säntisgruess am Samstag in den Fürstenlandsaal zum Unterhaltungsabend. Und begeisterte.

Rudolf Käser
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Monika Krapf und Vreni Meier, begleitet von Guido Manser (v. l.). (Bild: Rudolf Käser)

Monika Krapf und Vreni Meier, begleitet von Guido Manser (v. l.). (Bild: Rudolf Käser)

gossau. Gut 350 Freunde der Volksmusik und des Jodelgesangs erlebten am Samstag im Fürstenlandsaal einen gemütlichen Unterhaltungsabend des Jodlerklubs Säntisgruess. Gestartet wurde urchig: Mit der jungen Toggenburger Kapelle Edelwyss, die aus drei 17- bis 21jährigen Musikern aus Bütschwil, Kirchberg und Müselbach besteht.

Sie spielten lüpfige Stücke auf dem Schwyzerörgeli, der Handorgel und dem Bass. «Es gibt doch noch Junge, die schöne Volksmusik spielen können», sagte eine Besucherin.

Das war ganz im Sinn von Peter Giger, Präsident des Jodlerklubs Säntisgruess. «Wir wollten den drei jungen Musikern eine Plattform bieten.»

Sein kleiner, aber feiner Chor brillierte mit bekannten und traditionellen Jodelliedern. Unter der straffen Leitung von Dirigentin Vreni Meier wurden unter anderem bekannte Jodelstücke wie «Worum?», der «Steinmannli-Juiz» oder «We d'Schwälbeli i Süde zieh» gesungen und gejodelt.

Zwei starke Stimmen

Dirigentin Vreni Meier sang aber auch im Duett mit Monika Krapf: Zwei Frauen, zwei starke Stimmen. Begleitet wurden die beiden «Säntisgruess»-Jodlerinnen von Guido Manser auf dem Akkordeon. «Ich bin stolz und dankbar, dass ich von Monika Krapf viel lernen durfte und jetzt mit ihr singen darf», sagte Vreni Meier.

Es erstaunte, wie die Dirigentin den kleinen Chor zu sauberen Darbietungen führte.

Beim Nordostschweizerischen Jodlerfest in Schaffhausen holten die «Säntisgrüessler» mit dem Lied «D'Lüt im Dorf» denn auch die nicht erwartete Höchstnote. «Wir sind auf jeden einzelnen Jodler angewiesen, denn wir verfügen in jeder Stimmlage über nur gerade drei Sänger», sagte Vreni Meier. Und Peter Giger wünschte sich sehnlichst, dass junge Jodler vom Himmel herabfallen würden, damit die Zukunft des Vereins gesichert sei.

Mit jenem Stück, mit dem sie in Schaffhausen die Höchstnote bekamen, sowie das Lied «Am Jodlertisch» rundeten die «Säntisgrüessler» den urchigen Teil ab.

Etwas Besonderes bieten

Anschliessend trat der Sänger Salvo Ingrassia auf. «Damit wollten wir dieses Mal etwas Besonderes bieten», sagte Peter Giger. Das schien dem Jodlerklub auch gelungen zu sein: Viele Zuschauer liessen sich vom Unterhaltungsteil mitreissen. Nur einigen Besuchern schien der Künstler ein bisschen zu laut zu sein.