Ein Test wäre das Vernünftigste

«Velofahrer drängen auf Busspur», 18.8.2012

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«Velofahrer drängen auf Busspur», 18.8.2012

Wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Velofahrenden herunterzuspielen, hört man immer wieder, St. Gallen sei wegen der vielen steilen Strassen keine Velostadt und brauche keine entsprechende Infrastruktur. Geht es jedoch um die Mitbenutzung der Busspuren, gibt es in St. Gallen plötzlich zu viele Velofahrerinnen und Velofahrer.

Aus meiner Sicht ist St. Gallen ganz klar eine Velostadt, wenn auch mit etlichen, teils mühsamen oder gefährlichen Stellen. Solche Stellen finden sich oft dort, wo man als Velofahrer zwischen Bus und Auto wie im Sandwich eingeklemmt wird. Hier könnte mit der Öffnung der Busspuren für Velofahrende sowohl die Sicherheit wie auch die Attraktivität der Veloverbindungen gesteigert werden. Ich kann nicht verstehen, warum sich die Verkehrsbetriebe so vehement gegen die Mitbenutzung wehren, und sei es nur für eine Testphase.

Haben die VBSG etwa Angst davor, dass die Testphase in St. Gallen keine grösseren Probleme aufzeigt als in anderen Städten? Ein Versuch kann mit ausgewählten Strecken und unterschiedlichen Situationen durchgeführt werden. Busspuren, welche steil und schmal sind, eignen sich für die kombinierte Nutzung wohl weniger, dort sind andere Lösungen anzustreben. Die Auswahl der Versuchsstrecken kann rasch geschehen, wenn man wirklich will. Nach einer Versuchsphase liesse sich mit Fakten diskutieren und eine ausgewogene Lösung finden.

Daniel Rüttimann

Kandidat Stadtparlament

Grünliberale Partei

Steingrüeblistr. 41, 9000 St. Gallen

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