Ein Technopark als Fernziel

Eine bessere Wahrnehmung als Wirtschaftsregion und die Vernetzung von Schule und Wirtschaft: Dies will Toggenburg.ch mit seinem Projekt «Konzept plus» erreichen.

Sabine Schmid
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In der Toggenburger Gemeinde Wattwil – im Bild der «Glaspalast» – gibt es 4400 Arbeitsplätze. Dies wird jedoch wenig wahrgenommen.

In der Toggenburger Gemeinde Wattwil – im Bild der «Glaspalast» – gibt es 4400 Arbeitsplätze. Dies wird jedoch wenig wahrgenommen.

Wattwil. Das Toggenburg ist gut gelegen, eine eigenständige Positionierung als Wohn- und Arbeitsstandort fehlt hingegen. Dort setzt Toggenburg.ch, eine Organisation für Standortförderung, an. Mit drei Projekten soll die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Toggenburg begünstigt und gestärkt werden.

Toggenburg bekannter machen

Ein Ziel dabei ist, das Image des Toggenburgs als Wirtschaftsstandort zu verbessern.

Damit sollen die Nachfrage nach Ansiedelung von Unternehmen steigen und die bestehenden Firmen von den Massnahmen profitieren. Dies, indem sie einfacher qualifizierte Arbeitskräfte finden, da diese die Vorzüge des Wohn- und Arbeitsorts Toggenburg kennen und schätzen. Das zweite Projekt mit dem Titel «Shared Service Center SSC Toggenburg» möchte den KMU und Kleinstunternehmen professionelle Dienstleistungen in administrativen Belangen unter einem Dach anbieten. Als Fernziel überlegt man sich die Gründung und den Aufbau eines Technoparks.

Mit dem dritten Projekt soll ein Bindeglied zwischen der Schule und der Wirtschaft geschaffen werden. Damit sollen das Verständnis und die gegenseitige Zusammenarbeit gefördert und vertieft werden.

Daniel Blatter, Geschäftsführer von Toggenburg.ch, erklärt, dass die Projekte in «runden Tischen» bearbeitet werden. Dabei bestimmen rund 80 Personen, mit welchen Massnahmen diese Ziele erreicht werden können.

Alle ziehen am selben Strick

Alois Gunzenreiner, Präsident von Toggenburg.ch, ist überzeugt, dass alle Gemeinden von einer attraktiven und starken Wirtschaft profitieren können. Unterstützt wird die Region bei ihren Bemühungen auch vom Kanton St. Gallen. Remo Daguati, Leiter der Standortförderung, betont die Wichtigkeit, potenziellen Interessenten schnell und umfassend einen Standort anbieten zu können.

Auch die bestehenden Unternehmen könnten ihren Teil dazu beitragen, indem sie über ihre Erfolgsgeschichten informieren. Positive Meldungen zögen auch Investoren an, die in der Region neue Arbeitsplätze schaffen wollen, ist Remo Daguati überzeugt.

Unterstützung für das Projekt Konzept plus hat auch die Arbeitgebervereinigung Toggenburg zugesichert.

Sie erhofft sich durch die Massnahmen eine Erleichterung, um gutausgebildete Arbeitskräfte ins Toggenburg zu bringen und den Wegzug von jungen, gutausgebildeten Arbeitskräften zu verringern.