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Ein Steilpass für die Innenstadt

Kommentar

Alle Schweizer Innenstädte haben ein gemeinsames Problem. Sie sind für ihre Attraktivität sehr stark auf den Detailhandel angewiesen. Angesichts des Lädelisterbens stellt sich ihnen heute die Frage, wie sie attraktiv bleiben und langfristig ihr Publikum anziehen können. Mit anderen Worten: Wie können die Innenstädte verhindern, dass sie aussterben, zu menschenleeren und langweiligen Büro- und Schlafzonen werden? Welche Alternativen gibt es überhaupt zum Detailhandel und zu Märkten?

Eine Patentlösung gibt es nicht. Dafür sind die Ursachen des Problems zu breit gefächert. Auch der öffentlichen Hand fehlt es noch an Strategien und Instrumenten für die Weiterentwicklung der Innenstädte. In dieser Lage ist der Plan, eine neue grosse Bibliothek direkt ins Stadtzentrum zu stellen, ein Geschenk des Himmels. Gerade auch, wenn man als Stadt St. Gallen daran ist, eine Gestaltungsvision für den Platz zu entwickeln, an dessen einem Ende dereinst die Bibliothek stehen wird. Es wird anspruchsvoll, die Platzgestaltung und das Bibliotheksprojekt zu koordinieren. Trotzdem darf die Stadt diese Chance keinesfalls verschlafen. Sie muss das Thema sofort aktiv angehen und das Bibliotheksprojekt fördern.

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