Ein Stadtquartier verdichten

Das Projekt der Regatron für Neubauten mit 160 Arbeitsplätzen und 10 Wohnungen erreicht die entscheidende Phase: Der Gestaltungsplan regelt verdichtetes Bauen, der Zonenplan schliesst die Verschiebung der Gemeindegrenze ab.

Fritz Bichsel
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Die Fasnachtsgesellschaft zog auf die andere Seite der Wiesenstrasse um und liess ihre Baracke entfernen. Dort entsteht jetzt die neue Bocciahalle, damit angrenzend die bisherige abgebrochen werden kann. (Bild: Fritz Bichsel)

Die Fasnachtsgesellschaft zog auf die andere Seite der Wiesenstrasse um und liess ihre Baracke entfernen. Dort entsteht jetzt die neue Bocciahalle, damit angrenzend die bisherige abgebrochen werden kann. (Bild: Fritz Bichsel)

RORSCHACH. Das jetzt in Rorschach und Goldach eingemietete Unternehmen wächst stetig und will langfristig in Rorschach bleiben. Platz für eigene Räume samt Reserve fand es mit Hilfe der Stadt an der bereits überbauten Ecke Feldmühle-/Wiesenstrasse im Südwesten von Rorschach, an der Grenze zu Rorschacherberg. Die 6100 Quadratmeter liegen in der Bauzone WG3 für drei Vollgeschosse. Die Regatron AG will sie dichter nutzen. Voraussetzung dafür ist ein Projekt mit hoher städtebaulicher Qualität. Für ein solches führte das Unternehmen einen Architekturwettbewerb durch.

Vier statt drei Vollgeschosse

Der ausgewählte Vorschlag (Tagblatt vom 22. November 2013) wird seither detailliert geplant, vorerst mit dem jetzt aufliegenden Gestaltungsplan. Dieser ermöglicht, 25 Prozent mehr zu bauen als nach den üblichen Regeln. Als auffälligste Abweichung ist der Regatron-Neubau für 160 Arbeitsplätze und 10 Maisonettewohnungen zum grösseren Teil mit vier statt drei oberirdischen Vollgeschossen projektiert. Dafür ist er auf die vielgestaltige Umgebung mit Mehrfamilienhäusern, HPV-Dörfli oder Pflegeheim abgestimmt und gelten besondere Vorschriften: von Materialien und Farben über die Verkehrserschliessung in eine Tiefgarage mit Zufahrt ab der Feldmühlestrasse bis zu Zugang zu den Wohnungen ab der Wiesenstrasse oder Veloabstellplätzen.

Abbruch und Ersatzbauten

Für den in der Höhe abgestuften und auch durch die Fassadengestaltung gegliederten Neubau werden fünf Bauten abgebrochen: zwei alte Mehrfamilienhäuser (einst das «Mädchenheim» der Feldmühle für junge ausländische Mitarbeiterinnen), der frühere Kindergarten und zwei Gebäude, für die auf dem Areal Ersatz gebaut wird – die Bocciahalle neu westlich der Regatron an der Wiesenstrasse und das Garagengebäude neu an der Feldmühlestrasse, nördlich der künftigen Zufahrt. Weil diese Ersatzbauten weniger hoch werden, kann das Firmagebäude mit mehr Volumen erstellt werden.

Neu im Zonenplan der Stadt

Obwohl das ganze Areal bereits in der passenden Bauzone liegt, ist auch ein Teilzonenplan nötig – für den Bereich entlang der Wiesenstrasse. Dieser kam durch Verschiebung der Gemeindegrenze von Rorschacherberg zu Rorschach. Weil er im Zonenplan der Stadt noch nicht verzeichnet ist, muss der umgeteilt werden von der Zone WG3 in Rorschacherberg in die gleiche Zone in Rorschach.

Anstelle von Bocciahalle, früherem Kindergarten, Garagen und alten Mehrfamilienhäusern («Mädchenheim» der Feldmühle) gegenüber dem Pflegeheim will die Regatron AG diesen Neubau errichten lassen. (Bild: Raumplaner err)

Anstelle von Bocciahalle, früherem Kindergarten, Garagen und alten Mehrfamilienhäusern («Mädchenheim» der Feldmühle) gegenüber dem Pflegeheim will die Regatron AG diesen Neubau errichten lassen. (Bild: Raumplaner err)

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