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Ein Schwimmbad für Spitzensportler

Das Hallenbad Blumenwies soll so gross und so modern werden, wie es sich Sportschwimmer wünschen. Der Stadtrat möchte das Bad für rund 36 Millionen Franken erneuern. Geplant sind zusätzliche Becken sowie ein Aussenbereich für Wellness-Gäste.
Roger Berhalter
Kraftvoll dem Ziel entgegen. (Bild: Urs Bucher)

Kraftvoll dem Ziel entgegen. (Bild: Urs Bucher)

44 Jahre ist es her seit dem Bau, 22 Jahre seit der letzten Sanierung. Das Hallenbad Blumenwies entspricht schon lange nicht mehr modernen Bedürfnissen. Eine Sanierung wird schon seit Jahren diskutiert, jetzt wird sie konkret. Der Stadtrat beantragt beim Parlament einen Kredit von 1,54 Millionen Franken für einen Projektwettbewerb und ein Vorprojekt. Wie das neue Hallenbad aussieht, wird erst der Architekturwettbewerb klären. Was das Bad benötigt und wie viel mehr Platz die Schwimmer erhalten, ist aber seit neustem klar. Gestern stellten Baudirektorin Maria Pappa und Markus Buschor von der Direktion Bildung und Freizeit die Pläne den Medien vor.

25-Meter-Becken und höhenverstellbarer Boden

«Wir können uns nicht mit dem Säntispark messen», sagt ­Markus Buschor in Anspielung auf das grösste Hallenbad der ­Region. Man wolle das Hallenbad Blumenwies anders ausrichten: als führendes Sport- und Freizeitbad der Region. Es soll sich vor allem für Sportschwimmer und Schulklassen eignen.

Vergrössert wird das Bad in Richtung Süden, wo sich jetzt noch Parkplätze befinden. Diese sollen in den Untergrund, also in die bestehende Tiefgarage verlagert werden. Die Familiengärten im Norden des Hallenbads bleiben somit bestehen.

Im Innern ist ein neues Sportschwimmbecken geplant, das 33,5 Meter lang und 25 Meter breit ist. Es lässt sich in 13 Bahnen mit je 25 Metern Länge aufteilen, ist also laut Buschor für Kurz­streckenwettkämpfe geeignet. Zudem ist ein Becken mit höhenverstellbarem Boden vorgesehen, das sich auch für Nichtschwimmer und für Aquafit-Kurse eignet. Mit diesen zwei Becken wird die Wasserfläche im Hallenbad fast verdoppelt. Dies entspreche einem dringenden Bedürfnis der Sportschwimmer, sagt Buschor.

Dazu kommt ein neuer Aussenbereich: Die künftigen Hallenbadbesucher sollen in einem geheizten Aussenbecken mit Sprudel- und Massagedüsen schwimmen können und sich auf Sitz- und Liegebänken ausruhen. Die Sauna soll ebenfalls neu und grösser werden. Bei aller Ausrichtung auf das Sport- und Schulschwimmen bietet das neue Hallenbad also auch mehr Wellness. Die Action geht dank einer neuen Rutschbahn ebenso wenig vergessen. Schliesslich sollen auch die Kassen, das Bistro und die Garderoben modernen Bedürfnissen entsprechen. Buschor verspricht den Besuchern insbesondere einen «leichteren Wechsel von Trocken zu Nass».

Undichte Fenster, veraltete Technik


Baudirektorin Maria Pappa zeigt anhand von Bildern, was baulich im Blumenwies im Argen liegt. So seien die Fenster noch aus dem Baujahr 1973, was man ihnen ansehe: «Sie sind nicht mehr dicht, und zwischen den Scheiben kondensiert das Wasser.» Viele Plättli wirkten schmuddelig, weil sie jahrelanges Reinigen mit Chemikalien aufgeraut habe. Der ­Deckenverputz ist beschädigt, und auch hinter den Kulissen des Bades herrscht Sanierungsbedarf: Die Lüftungsschächte rosten, und die technische Steuerung ist so veraltet, dass sich kaum mehr Ersatzteile finden.

Für die Sanierung und Erweiterung des Hallenbads sind in der Investitionsplanung 36 Millionen Franken vorgesehen. Dazu kommen drei Millionen für die Sanierung der Parkgarage und 1,2 Millionen, um den Bergbach beim Hallenbad freizulegen.

Provisorium im Lerchenfeld


Bis das neue Hallenbad steht, wird es noch einige Jahre dauern. Bis Sommer 2019 sollte das Siegerprojekt feststehen, voraussichtlich 2020 wird das städtische Stimmvolk über ein konkretes Bauprojekt abstimmen, und 2024 könnten die Bauarbeiten beginnen. Während der zweijährigen Bauphase plant die Stadt für das Sport- und Schulschwimmen ein Provisorium im Lerchenfeld.

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