Ein Rücktritt vom Rücktritt

Ein Blick auf die Traktandenliste der 52. ordentlichen Hauptversammlung des FC Steinach liess einen ruhigen Anlass erwarten, doch der Umstand, dass das Projekt Beleuchtung der Sportanlage nicht vom Fleck kommt, barg Zündstoff.

Fritz Heinze
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Der neugewählte Sportchef Markus Brunner mit dem Vereinspräsidenten Peter Holzer. (Bild: Fritz Heinze)

Der neugewählte Sportchef Markus Brunner mit dem Vereinspräsidenten Peter Holzer. (Bild: Fritz Heinze)

STEINACH. Es war in der Tat eine gutbesuchte Hauptversammlung am vergangenen Mittwoch im Steinacher Gemeindezentrum. Und eigentlich hätte diese Versammlung im Vereinsleben des Fussball-Clubs auch Akzente setzen sollen. Ein neuer Präsident hätte gewählt werden sollen, das Aktuariat sollte neu besetzt werden, die Mitglieder warteten nach der ausserordentlichen Hauptversammlung vom letzten Februar auf die neuen Scheinwerfer auf dem Sportplatz. Nichts von alledem passierte.

Neuer Sportchef zur Entlastung

Doch nebst diesen Unbilden des Vereinslebens zeigt sich die gegenwärtige Situation des FC Steinach vollkommen in Ordnung. Kassier Aldo Drdla konnte eine fast ausgeglichene Rechnung präsentieren. Deren Reingewinn ist zwar kleiner als im vergangenen Jahr, doch wurde in der Folge bei der Festsetzung der Mitgliederbeiträge auf eine Erhöhung verzichtet.

Bei den Wahlen wartete der Vorstand schon mal mit einer kleineren Überraschung respektive einer Neuerung auf. Mit dem Vorschlag, Markus Brunner aus Roggwil zum Sportchef des Vereins zu ernennen, sollte Mathias Drdla, der Trainer der ersten Mannschaft, entlastet werden. Diesem Anliegen folgte die Versammlung einstimmig. Ein neuer Präsident wurde nicht gewählt, ebenso keine neue Aktuarin. Mit dem Rücktritt vom Rücktritt folgt Peter Holzer der Notwendigkeit, das laufende Projekt mit der Beleuchtung in seiner Amtszeit abzuschliessen oder mindestens sauber aufzugleisen. Die Erteilung der Baubewilligung für die Beleuchtung erfolgte im August. Ausstehend sind nun noch die Baurechtsvereinbarung mit der Gemeinde sowie der noch einzureichende Finanzplan.

Neue Ideen auf dem Tisch

Während das erwähnte Thema bei der traktandierten Information kein grosses Echo fand, nutzten die Mitglieder die Umfrage zur Klärung von Unklarheiten und dem Einbringen von weiteren Ideen und Anregungen. Hinzu kam die Tatsache, dass im Verlauf des kommenden Jahres das Qualitätslabel «Sport-verein-t» im FC Steinach erlangt werden sollte, dies nicht ohne Blick auf die bessere Vergütung durch den Sport-Toto-Beitrag.

Etliche Mitglieder mischten sich in die Diskussion ein, das nicht zur Freude des Vorstandes. Denn dieser will am Beschluss der ausserordentlichen Hauptversammlung festhalten. «Eine gute Planung und nichts überstürzen», lautete ein Votum. Die Aussage von Bruno Helfenberger: «Nichts ausgeben, was man nicht hat», unterstützte die Einstellung des Vorstands.

Termin unbekannt

Unter der Leitung von Vizepräsidentin und Aktuarin Silvia Frei konstituiert sich eine Kommission zur Entlastung des Gesamtvorstandes, die sich um das Projekt Beleuchtung kümmert. Die Aufforderung, Mitglieder sollen sich in diesem Gremium nützlich machen, richtete die Vizepräsidentin an die Versammlung. «Wir werden die Vorschläge prüfen, sehen uns aber nicht in der Lage, diesbezüglich über unsere finanziellen Verhältnisse Lösungen zu realisieren», sagte Peter Holzer. Ein Termin für die Umsetzung des Projekts wurde nicht kommuniziert.