Ein Plan für drei Bauphasen

ST.GALLEN. Seit Montag liegt der Überbauungsplan für das Mammutprojekt auf dem Gelände des Kantonsspitals auf. Erhebt niemand Einsprache, könnte schon im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Elisabeth Reisp
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Das alte Haupthaus (links im Bild) wird abgebrochen. An seiner Stelle werden drei Türme gebaut. (Bild: Benjamin Manser)

Das alte Haupthaus (links im Bild) wird abgebrochen. An seiner Stelle werden drei Türme gebaut. (Bild: Benjamin Manser)

Seit Montag liegt der Überbauungsplan des Kantonsspitals St.Gallen sowie des Ostschweizer Kinderspitals auf. Bis 8. April kann dieser im Amtshaus oder online eingesehen werden. Die Pläne des Kantons sind ambitioniert: Die Bauherrschaft hofft auf einen Baustart bereits im nächsten Jahr. Gemäss Dominik Scheiwiller, stellvertretender Bausekretär der Stadt St.Gallen, sei dieses Ziel zu erreichen – sofern nichts dazwischen komme. Wenn also keine Einsprachen erhoben werden und wenn das Stadtparlament den Überbauungsplan durchwinkt. Vor das Stadtparlament kommt der Plan, weil es sich um einen Sondernutzungsplan von grosser städtebaulicher Bedeutung handle, sagt Scheiwiller.

Ein Plan für 20 Jahre

Erst letzten November hatte das Stimmvolk einen 400-Millionen-Kredit für das Kantonsspital sowie weitere 126 Millionen für den Neubau des Kinderspitals gutgeheissen. Die Bauphase auf dem Gelände des Kantonsspitals dauert im besten Fall bis etwa 2033 und ist in drei Etappen aufgeteilt. In der ersten Bauetappe wird das ursprüngliche Spital, das Haus 01, teilweise rückgebaut. In diesem befinden sich unter anderem die Krebsabteilung und die Intensivstation. Der Abrissbirne zum Opfer fallen die Häuser 31, Dermatologie, 08, unter anderem befinden sich darin die Ernährungsberatung und die Diabetologie, sowie das Haus 23 für die Transplantationsmedizin. Anstelle dieser drei Häuser entsteht das neue Kinderspital. Auf diesem Turm und schliesslich auch auf dem Turm der in der südwestlichen Stelle der Neubaute zu stehen kommt, wird künftig jeweils ein Helikopterlandeplatz sein. Der bisherige Landeplatz neben dem Bettenhaus wird aufgehoben. Ein weiterer Helikopterlandeplatz auf dem dritten Turm 07C werde als Option offen gehalten, sagt Scheiwiller. Das Haus 07C wird aber erst ab 2030 realisiert. Dieses wird die dritte, noch nicht ausgereifte Bauetappe sein.

Zuerst werden andere Arbeiten vorgenommen. Etwa der Abriss des Hauses 01. Geplant ist das zum Ende der ersten Etappe. In der zweiten Phase soll an seiner Stelle das Haus 07B errichtet werden. Auf diesem Gebäude soll ein Dachgarten entstehen. Dies auch als Ersatz für wertvolle Bäume auf dem Areal, die im Zuge der Neubauten weichen müssen. Der Dachgarten wird ein Begegnungsort für Patienten, Besucher und das Personal sein.

Fernwärme und Tiefgaragen

Sofern es technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, sollen die neuen Häuser den Anforderungen des Minergiestandards entsprechen. Eine Erschliessung ans Fernwärmenetz der Stadt St. Gallen ist vertraglich bereits geregelt. Der Anschluss ans Fernwärmenetz ist, wenn nicht in diesem Jahr möglich, spätestens für das nächste Jahr geplant. Das neue grosse Kantonsspital wird über 1000 Parkplätze verfügen – 300 mehr als heute. 480 werden in der neuen Tiefgarage unter den Neubauten 07A und B entstehen. Die Tiefgarage wird von der Frohbergstrasse erschlossen werden.

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