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Ein Ostschweizer Nordire vermisst Fish and Chips

Neil-Dylan Murray hat die doppelte Staatsbürgerschaft. Er ist Nordire und Schweizer. Der 26-Jährige lebt in Rorschacherberg, aufgewachsen ist er in Rorschach. In Nordirland hat er nicht gelebt – noch nicht.
Katharina Brenner
Neil-Dylan Murray 26, Student (Bild: pd)

Neil-Dylan Murray 26, Student (Bild: pd)

Neil-Dylan Murray hat die doppelte Staatsbürgerschaft. Er ist Nordire und Schweizer. Der 26-Jährige lebt in Rorschacherberg, aufgewachsen ist er in Rorschach. In Nordirland hat er nicht gelebt – noch nicht. «Ich könnte mir das sehr gut vorstellen, aber leider ist die wirtschaftliche Situation in dem Land sehr schlecht.» Das wird sich seiner Meinung nach in nächster Zeit auch nicht ändern. In Nordirland hänge viel von den politischen Entscheidungen in England ab. Zum Thema Brexit hat Murray keine feste Meinung: «Es gibt Argumente für beide Seiten», sagt er.

Murrays Vater ist Nordire. Der Liebe wegen ist er vor vielen Jahren in die Schweiz gekommen. Zu Hause sprechen Vater und Sohn Englisch mit nordirischem Akzent. Auch Filme schaut sich Murray auf Englisch an und hört jeden Tag nordirisches Radio. Jeden Sommer reist er nach Nordirland, um seine Familie zu besuchen.

Er fühle sich dem Land sehr stark verbunden, wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr als der Schweiz, sagt er. Würde die Schweiz bei der EM gegen Nordirland spielen, wäre er für Nordirland. Ob er die EM verfolge? Natürlich, sagt Murray. Während des bisherigen Turniers hat er mit der nordirischen Mannschaft mitgefiebert.

Es gebe vieles aus Nordirland, das er gerne hier in der Ostschweiz hätte: «Das Meer, das Wetter und das Essen. Fish und Chips zum Beispiel.» Immer wieder treffe man ihn in den Irish Pubs in St. Gallen.

Murray ist Student und arbeitet nebenher im IT-Bereich. In seinem Studium an der Universität Zürich beschäftigt er sich zwar mit der Sprache, Geschichte und Kultur eines bestimmten Landes – aber weder mit der nordirischen noch mit der schweizerischen. Murray studiert Japanologie. «Als Kind habe ich Judo gemacht und Playstation gespielt, später habe ich mich für Mangas und Anime interessiert.» Jetzt lernt er Japanisch, irgendwann möchte er die Sprache gut können, sagt er. «Und auch ein Auslandsjahr in Japan dürfte irgendwann klappen.»

Bild: Katharina Brenner

Bild: Katharina Brenner

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