Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Netz für alle Dinge und Daten

Die Stadt will das Smartnet einführen. Damit sollen einfache Daten wie der Stromverbrauch übermittelt werden. So könnte auch der Bedarf sinnvoll gelenkt werden. Der Datenschutz bleibt ein heikler Punkt.
Elisabeth Reisp
Peter Stäger und Peter Jans informieren über den intelligenten Datenaustausch. (Bild: Ralph Ribi)

Peter Stäger und Peter Jans informieren über den intelligenten Datenaustausch. (Bild: Ralph Ribi)

Nach dem Geothermieprojekt hat die Direktion Technische Betriebe wieder Grosses vor: Sie möchte das Glasfasernetz flächendeckend in der Stadt verlegen, um es als sogenanntes Smartnet zu nutzen. Ein intelligentes Netz, welches Daten automatisch austauscht. Beispiel: Bis jetzt werden die Stromzähler in den Haushalten von einem Mitarbeiter der Stadtwerke geprüft. Sind die Stromzähler am Glasfasernetz angeschlossen, können die Daten direkt den Stadtwerken übermittelt werden. Teilweise geschieht dies bereits heute. Wie und ob das Smartnet funktioniert, wird in einem sechsmonatigen Pilotprojekt geprüft. Anfang Juni hat die Testphase begonnen, über das Projekt informierten gestern Stadtrat Peter Jans und Peter Stäger, Bereichsleiter Telecom bei den Technischen Betrieben.

Energieeffizienz durch Kontrolle

Eigentlich wurde die Pressekonferenz einberufen, weil Peter Jans bald 100 Tage im Amt ist (es sind nun 93 Tage). Da der zurückhaltende Neostadtrat aber nicht ausschliesslich über sich und seine ersten drei Monate in der Exekutive reden wollte, informierte er gleichzeitig über das Smartnet. «Ein wichtiges und zukunftsträchtiges Projekt, bei dem wir schweizweit ganz vorne sind mit der Umsetzung.»

Das Smartnet ist in der EU neu Vorschrift und dient der intelligenten Stromverteilung – kann aber viel mehr. In der Schweiz ist das Smartnet nicht obligatorisch, sagt Peter Stäger. Es sei nicht einmal klar, ob es provisorisch werden soll. Ganz sicher sei es aber die Zukunft, sagt Jans. «Und was wir nicht vermeiden können, wollen wir lieber aktiv gestalten.» Das Ziel der Stadt ist denn auch, eine Smart City zu werden. Sie will sich auszeichnen durch offene Kommunikation und moderne, Technologie-gestützte Dienstleistungen.

Vor allem aber will sie sich mit den Smartnet weiter zu einer Energiestadt bewegen, die den Verbrauch an nichterneuerbaren Energien senkt. Möglichkeiten, wozu das Smartnet genutzt werden kann, gibt es unendlich viele. Eine dynamische Strassenbeleuchtung, wie sie bereits an der Demutstrasse existiert, könnte überall eingerichtet werden. Auch die intelligente Fahrgastinformation, die die Verspätung der Busse in Echtzeit anzeigt, funktioniert über Smartnet.

Daten bleiben vertraulich

Ob jeder Bewohner begrüssen wird, dass die Stadt weiss, wann er, überspitzt formuliert, abends das Licht löscht? «Datenschutz ist natürlich ein Thema, mit dem sorgfältig umgegangen werden muss», sagt Jans. Die Stadt habe aber bereits jetzt viele Daten, beispielsweise wer wie viel verdiene und wer bei welcher Krankenkasse versichert ist. «Auch damit muss sehr behutsam umgegangen werden», sagt Jans. Ein Smartnet würde nichts daran ändern.

Jans rechnet damit, dass sich zu Beginn ein Teil der Bevölkerung damit unbehaglich fühlen wird: «Selbst als das Telefon aufkam, gab es Widerstand seitens der Bevölkerung.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.