Ein Möbelhaus für Mörschwil

Nach jahrelangen Verhandlungen ist nun alles geklärt: Im Gebiet Fahrn, zwischen Autobahn und Rorschacherstrasse, ist das vorerst letzte Bauland für Gewerbe in Mörschwil verkauft. Ab Montag beginnen die Erschliessungsarbeiten.

Corinne Allenspach
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Auf der heutigen Zufahrt zur Firma Sätteli Landmaschinen wird die neue Steinigfeldstrasse künftig in die Rorschacherstrasse münden. Bauleiter Martin Butz von der Wälli AG (links), Gallus Hasler vom HEV, Polier Michel Fritz und Bauführer Philipp Bösch von der Cellere AG klären letzte Details. (Bild: Benjamin Manser)

Auf der heutigen Zufahrt zur Firma Sätteli Landmaschinen wird die neue Steinigfeldstrasse künftig in die Rorschacherstrasse münden. Bauleiter Martin Butz von der Wälli AG (links), Gallus Hasler vom HEV, Polier Michel Fritz und Bauführer Philipp Bösch von der Cellere AG klären letzte Details. (Bild: Benjamin Manser)

MÖRSCHWIL. Im Gebiet Riederen/Fahrn, direkt an der Rorschacherstrasse, erhält Mörschwil derzeit ein neues Aussehen. Vom ehemaligen Restaurant Krone, auf dessen Grundstück ein Mehrfamilienhaus entsteht, sind nur noch einige Haufen Kies übrig. Neben der Blumenbörse, die kräftig ausbaut, klafft eine grosse Baugrube, und ab nächster Woche kommt eine neue Baustelle hinzu: Am 24. August ist Baustart für die Erschliessung des vorerst praktisch letzten verfügbaren Baulands für Gewerbe und Industrie in Mörschwil. Auf rund 17 000 Quadratmetern, verteilt auf drei Teilgebiete, werden künftig ein Möbelhaus, ein Gewerbepark und eine Firma für Fassadenlifte angesiedelt. Damit nehmen jahrelange Verhandlungen zwischen Grundeigentümern, privater Bauherrschaft, Kanton und Gemeinde ein Ende.

Rorschacherstrasse wird breiter

Bevor aber gebaut werden kann, muss das Gebiet zuerst erschlossen werden. Mit einer neuen Strasse, der Steinigfeldstrasse, dem Ausbau der bestehenden Neuhausstrasse und einer neuen Linksabbiegespur auf der verbreiterten Rorschacherstrasse zwischen Glen Fahrn und Blumenbörse (Grafik). Die Einspurstrecke ist nötig, damit sich der Verkehr auf der vielbefahrenen Kantonsstrasse aus Richtung Goldach künftig nicht staut wegen des Gewerbegebiets.

Als erstes werden das kantonale Tiefbauamt und die Baugesellschaft Erschliessung Fahrn ab Montag die Kanalisationen und Werkleitungen verlegen. Von circa Ende August bis Ende September wird dann die neue Linksabbiegespur erstellt. In dieser Zeit werde der Verkehr mit einem Lichtsignal geregelt, sagen Martin Butz, Bauleiter des Ingenieurbüros Wälli und Philipp Bösch, Bauführer der Firma Cellere. Verläuft alles planmässig, sollen die Erschliessungsarbeiten bis Ende Jahr fertig sein.

Nicht an Spekulanten verkaufen

Mit dem Bau der Gewerbebetriebe kann frühestens im Frühjahr 2016 begonnen werden, wie Gallus Hasler sagt. Der Mörschwiler und Immobilienverkäufer beim HEV St. Gallen hat die Entwicklung des Gebiets zusammen mit der Wälli AG seit über vier Jahren begleitet. Die Nachfrage nach Gewerbebauland sei gross gewesen, sagt Hasler. «Aber wir wollten nicht einfach an Spekulanten verkaufen.» Vielmehr sei es Ziel gewesen, wenn möglich auch Mörschwiler Betrieben eine Chance zu geben, auszubauen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Alle Parzellen verkauft

Inzwischen sind laut Hasler alle Parzellen verkauft. Namen der Firmen, die sich ansiedeln werden, will er noch keine nennen, da noch nicht alle Verträge unterschrieben seien. Nur so viel: Auf dem Grundstück direkt an der Rorschacherstrasse werde ein Möbelhaus bauen. Auf der Parzelle neben der Autobahn wird eine Investorengruppe aus Mörschwil einen Gewerbepark erstellen mit Büros und Gewerbeflächen, in denen sich Betriebe einmieten können. Und hinter der Firma Sätteli Landmaschinen baut ein Unternehmen, das Fassadenlifte, Hebebühnen, Stapler und mehr vermietet.

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