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Ein leerer Hotelkasten an Toplage

Das «Ekkehard» an der Rorschacher Strasse in St. Gallen hat eine ungewisse Zukunft. Pläne für ein Hotel scheinen definitiv vom Tisch. Das Hotel wurde in die Rima Bau AG überführt, die in Gossau im Besitz von 200 Wohnungen ist.
Daniel Wirth
Die Fassade bröckelt langsam ab beim ehemaligen Hotel Ekkehard an der Rorschacher Strasse. (Bild: Urs Jaudas)

Die Fassade bröckelt langsam ab beim ehemaligen Hotel Ekkehard an der Rorschacher Strasse. (Bild: Urs Jaudas)

Die Ekkehard Immobilien AG hat das Hotel Ekkehard an die Rima Bau AG verkauft. Das geht aus den jüngsten von der Stadt St. Gallen veröffentlichten Handänderungen hervor. Die Rima Bau AG gehört der Familie Koller. Urs Peter Koller, seit mehreren Jahren Inhaber des «Ekkehard», hat die gleichnamige Immobilien AG aufgelöst. «Ich habe die Gesellschaft einzig für den Zweck gegründet, das Hotel sanieren und von 35 auf 130 Zimmer ausbauen zu können», sagt Koller. Die Pläne seien vom Tisch, deshalb brauche es die Gesellschaft nicht mehr.

Es fehlen Parkplätze

Was mit dem Hotel Ekkehard an der Rorschacher Strasse geschehen wird, ist ungewiss. «Ich habe im Moment keine Idee», sagt der in Gossau lebende Investor und ehemalige Teilhaber der Generalunternehmung HRS. Für ein Bürogebäude fehlten dem «Ekkehard» die Parkplätze, sagt Koller. Aus dem gleichen Grund sei auch der Umbau des Hotels in eine Wohnüberbauung nicht ganz einfach.

Über eine Million versenkt

Das Hotel Ekkehard steht mit Unterbrüchen seit einigen Jahren leer. Diese Situation ist für Ernst Michel, Leiter des städtischen Amts für Baubewilligungen «keine gute».

Eine Liegenschaft von solcher Grösse und an solcher Lage sollte genutzt werden, sagt Michel. Dessen ist sich auch Inhaber Urs Peter Koller bewusst, der nach eigenen Angaben in die Planung und für das Bewilligungsverfahren für den Ausbau des Hotels mehr als eine Million Franken investiert hat. Er möchte sich nun «ganz in Ruhe» Gedanken darüber machen, was aus dem ehemaligen Hotel werden soll. Koller scheint keine Eile zu haben, während die Verantwortlichen der Stadtverwaltung liebend gerne wüssten, wie es mit dem markanten Gebäude weitergeht. Gescheitert ist das Hotelprojekt, weil Urs Peter Koller die angrenzende Liegenschaft Schwalbenstrasse 7 nicht erwerben konnte. Diese Parzelle wäre für einen Ausbau des Hotels Ekkehard, wie er Koller vorschwebte, nötig gewesen. Eine zweite Nachbarliegenschaft, die der Stadt gehört und in der ein Kindergarten untergebracht ist, hätte Kollers Ekkehard Immobilien AG kaufen können. Die Stadt habe alles getan, damit er sein Hotelprojekt an der Rorschacher Strasse hätte verwirklichen können, sagt Koller. Seine Absicht war, in der Stadt St. Gallen ein Vier-, ein Drei- und ein Zweisternehotel zu betreiben. Die Realisierung des Vier-Sterne-Hauses ist ihm mit dem «Radisson Blu» gelungen, das «Ekkehard» hätte ein Dreisternehotel werden sollen und auf dem Areal der abgebrannten Olma-Halle 7 wollte der Gossauer Investor ein Kongresshotel mit zwei Sternen hochziehen. Das «Radisson Blu» hat Koller in der Zwischenzeit verkauft; die anderen zwei Projekte sind gescheitert.

Runder Tisch

In Zusammenhang mit der Abwanderung grosser Medizin-Kongresse von St. Gallen nach Wien oder München heisst es in regelmässigen Abständen immer wieder, in der Gallusstadt habe es zu wenige Hotelzimmer. Die Stadt hat aus diesem Grund Vertreter des Hoteliervereins St. Gallen-Bodensee, die Leitung der Olma Messen und die Spitzen von St. Gallen-Bodensee Tourismus an einen runden Tisch geladen. Die zentrale Frage: Wo soll sich die Stadt touristisch positionieren? Im Moment sucht eine Arbeitsgruppe nach Antworten, wie Stadtpräsident Thomas Scheitlin auf Anfrage sagte.

Dass im Moment gar nichts geht beim «Ekkehard», sei ganz und gar nicht im Sinne des Stadtrats. Am liebsten hätte Scheitlin, der auch Verwaltungsratspräsident der Olma Messen ist, dass das «Ekkehard» ein Hotel bliebe. Der Standort des Hauses an einer Einfallstrasse, nahe beim Messegelände und an der Autobahn A1 sei ideal für ein Hotel.

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