Ein Leben im Banne der Musik

Am Samstag wurde im Restaurant Seehof in Steinach Fredy Gonzenbach, der musikalische Leiter der Blaskapelle Seehofer, verabschiedet. Zu Recht sagte Präsident Peter Haag in seiner Laudatio, dass die Lebensgeschichte von Gonzenbach ein Buch füllen würde.

Fritz Heinze
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Fredy Gonzenbach bei der Verabschiedung im «Seehof». (Bild: he)

Fredy Gonzenbach bei der Verabschiedung im «Seehof». (Bild: he)

Am Samstag wurde im Restaurant Seehof in Steinach Fredy Gonzenbach, der musikalische Leiter der Blaskapelle Seehofer, verabschiedet. Zu Recht sagte Präsident Peter Haag in seiner Laudatio, dass die Lebensgeschichte von Gonzenbach ein Buch füllen würde. Ein Buch, das den Leser auf musikalischem Weg durch die halbe Welt führen würde. Fredy Gonzenbach, in Steinach aufgewachsen, feierte kürzlich seinen 80. Geburtstag. Dieses Datum nahm er zum Anlass, den Verein, den er im Jahr 1999 im Restaurant Seehof mitgegründet hatte, zu verlassen.

Der endgültige Abschied fällt ihm schwer. «Ich hänge meine Trompete an den Nagel, solange ich noch fähig bin, zu blasen», erklärte der passionierte Musiker. Als 12-Jähriger erlebte er in der Knabenmusik Arbon deren Gründung. Die Musik zog Gonzenbach in ihren Bann. Wenn er von seiner kleinen Big Band in den Siebzigerjahren erzählt, kommt er ins Schwelgen. Mit zehn Mann war er unterwegs. «In jenen Jahren waren diese grossen Formationen noch gefragt», doppelt er nach und zählt auf, wo ihre Auftritte mit Begleitung von Sängerinnen jeweils stattgefunden hatten. Bis nach Kanada kam er mit seiner Band. Während sich Gonzenbach jahrelang der Tanzmusik gewidmet hatte, änderte sich nach der Gründung der Seehofer sein musikalischer Stil. Der Hauptakzent dieser Formation lag auf dem tschechisch-mährischen Stil. Fredy Gonzenbach hatte die musikalische Leitung inne, blies das erste Flügelhorn und die Trompete. «Fredy war ein strenger Leiter, doch dies immer mit dem Ziel, die musikalische Leistung der Blaskapelle zu verbessern», ergänzte Präsident Peter Haag.