«Ein Lärmgutachten ist notwendig»

Nachgefragt

Drucken
Teilen

Der Fahrplanwechsel der SBB hat in der Gemeinde Goldach für Diskussionen gesorgt. Neu werden die Getreideanlieferungen zur Bruggmühle AG um elf Uhr nachts durchgeführt. Dadurch müssen Anwohner mit Lärmemissionen rechnen. Anfang ­Dezember sind Vertreter der Gemeinde, der Bruggmühle AG und der SBB an einen runden Tisch gesessen. Laut Bruno Helfenberger, Bausekretär der Gemeinde Goldach, verlief die Sitzung in gutem Einvernehmen.

Wie haben sich die SBB zu den Bedenken der Gemeinde und der Bruggmühle AG geäussert?

Helfenberger: Die SBB Cargo nehmen die Anliegen ernst. Der Güterverkehr von SBB Cargo muss sich aber dem Taktfahrplan des Personenverkehrs unterordnen. Deswegen hatte die Besprechung keinen Einfluss mehr auf die neuen Verteilzeiten zwischen 23.10 und 23.20 Uhr.

Was wird gegen die entstehenden Lärmimmissionen unternommen?

Aufgrund der angrenzenden Wohnzone mit zum Teil bestehenden Wohnhäusern sind Lärmmessungen und die Erstellung eines Lärmgutachtens notwendig. Wer dieses in Auftrag gibt und folglich die Kosten zu tragen hat, muss noch abgeklärt werden. Ausserdem haben die SBB erklärt, die Güterwagen mit einer modernen Hybridlok anzuliefern, die wenig Lärm verursachen soll.

Können die Anlieferungszeiten mit einem künftigen Fahrplanwechsel angepasst werden? Die SBB sind bereit, im Hinblick auf einen künftigen Fahrplanwechsel auch andere Zeitfenster zu prüfen. (sag)