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Ein Kürbis für Kurdistan

Ahmet Bagatharan und Cornel Mäder servieren am heutigen Teufner Silvesterchlausen Gratis-Kürbissuppe, gekocht aus einem Riesenkürbis. Die Kollekte geht an ein Flüchtlingslager in Irak.
Bagatharan und Mäder (rechts) mit Riesenkürbis. (Bild: Marcel Jud)

Bagatharan und Mäder (rechts) mit Riesenkürbis. (Bild: Marcel Jud)

TEUFEN. Sie entdeckten ihn im Gemüsegarten der Psychiatrischen Klinik Wil. Ahmet Bagatharan und Cornel Mäder waren für das Catering eines Anlasses aus Teufen angereist. Bei der Besichtigung der Anlage stach ihnen der über 100 Kilogramm schwere Kürbis sofort ins Auge. Kurzentschlossen kauften sie ihn der klinikeigenen Gärtnerei ab. «Zunächst wollten wir den Kürbis in Stücke schneiden und an unsere Freunde verteilen», sagt Cornel Mäder. Doch dann hatten sie die Idee, eine Suppe zu machen und sie am heutigen 31. Dezember den Gästen des Teufner Silvesterchlausens zu verteilen. «Die Suppe werden wir gratis abgeben. Wer will, kann etwas in unsere Kollekte legen», sagt Ahmet Bagatharan. Der Erlös soll dem Hilfskonvoi der Katholischen Gemeinde Teufen in die Autonome Region Kurdistan im Nordirak zugute kommen.

Engagement für Flüchtlinge

Cornel Mäders Frau Marion Schmidgall engagiert sich in der Spendensammlung für den Hilfskonvoi, und Ahmet Bagatharan ist angefragt worden, ob er ihn begleiten wolle. «Der Initiant des Projekts, Diakon Stefan Staub, hat mich angesprochen», sagt Bagatharan. Leider habe er für die fragliche Zeit keine Stellvertretung für seinen Kebabstand gefunden. Deshalb sei er umso glücklicher, dass er nun mit der Suppenaktion einen Beitrag leisten könne. Bagatharan ist in der Türkei an der Grenze zu Kurdistan aufgewachsen. Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, die dortigen Flüchtlingslager zu unterstützen. Mit 17 Jahren musste er als Kurde aus der Türkei in die Schweiz fliehen, wo es ihn bald ins Appenzellerland zog. «Ich habe mich in die hiesigen Berge verliebt», sagt er. Die Natur erinnere ihn an seine Heimat. In der Schweiz hatte Bagatharan zunächst in Färbereien und Schlossereien gearbeitet, bevor er in die Gastronomie einstieg. Seit einigen Jahren führt er seinen eigenen Kebabstand bei der Teufner UBS-Filiale und organisiert Caterings. Dabei wird er von Cornel Mäder unterstützt. Mäder und seine Frau Marion Schmidgall haben bereits verschiedene Restaurationsbetriebe geführt, unter anderem die «Blume» in Teufen. Auch Mäder und seine Frau organisieren auf Anfrage Caterings.

Zwölf Stunden Arbeit

Ihre kulinarischen Kenntnisse kommen Bagatharan und Mäder bei ihrem Suppenprojekt zugute. Die Verarbeitung eines Riesenkürbisses erfordere viel Geschick und Zeit. Sie rechnen mit rund zwölf Stunden, bis aus ihrem Kürbis 60 bis 80 Liter Suppe geworden sind. (maj)

Die Kürbissuppe wird heute Donnerstag ab 11 Uhr beim Kebabstand vor der UBS-Filiale ausgeschenkt.

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