Ein Hovercraft auf dem Pausenplatz

Beeindruckend und kreativ sind die Projektarbeiten der Drittklässler der Sekundarschule Kreuzacker in Rorschach. Am Freitagabend durften die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten im Kreuzacker präsentieren.

Andrina Zumbühl
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Bleona Berisha hat für ihre Projektarbeit ein Kleid und eine Handtasche designt, Nicolas Lüchinger hat Solarzellen auf einem Modellauto befestigt. (Bilder: Andrina Zumbühl)

Bleona Berisha hat für ihre Projektarbeit ein Kleid und eine Handtasche designt, Nicolas Lüchinger hat Solarzellen auf einem Modellauto befestigt. (Bilder: Andrina Zumbühl)

RORSCHACH. Ein ferngesteuertes Hovercraft bauen, einen Roman schreiben oder ein E-Cello aus Metall herstellen – diese ausgefallenen Ideen stammen von Oberstufenschülern. Im Rahmen der selbständigen Projektarbeit haben die Drittklässler der Sekundarschule Kreuzacker in Rorschach ihre eigenen Ideen entwickelt, umgesetzt und dokumentiert. Am Freitagabend fanden im Kreuzacker die Präsentationen statt. Daneben hatte jeder einen Projektstand, an dem er für Fragen bereitstand.

«Arbeit klingt lange nach»

Klassenlehrerin Alexandra Hug ist stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge. «Während sieben Wochen hatten sie mehrere Lektionen pro Woche Zeit, an ihren Projekten zu arbeiten», erklärt sie. Dabei wurde jeder Schüler von einem «Mentor» betreut, einer Lehrperson, die er selber aussuchen durfte. Ein Grossteil hat sich Robert Kern als Mentor ausgesucht. «Eine schöne Aufgabe», findet er. Man spüre die Motivation, welche die Schüler während ihres Arbeitswegs zeigen. Schliesslich haben sie sich ein Thema ausgewählt, das sie besonders interessiert. Neu sei die selbständige Projektarbeit am Ende der 3. Sekundarschulklasse obligatorisch, erklärt Kern. «Ich denke, dass die Arbeit noch lange nachklingt und dass die Schüler einiges lernen.»

Etwas Unkonventionelles

Dies bestätigen die Schüler. «Ich habe viel über Elektronik gelernt und wie man der Umwelt helfen kann», sagt Nicolas Lüchinger. Mithilfe passender Teile aus dem 3D-Drucker hat er Solarzellen auf einem ferngesteuerten Modellauto befestigt. «Es dauert etwa zehn Stunden, bis die Batterien vollständig aufgeladen sind, aber das Auto kann mit 25 Stundenkilometern fahren», erklärt er. Etwas Unkonventionelles zu machen, hat sich Noah Mayer für seine Projektarbeit vorgenommen. Er hat ein ferngesteuertes Hovercraft gebaut, das auf Wasser und auf Land funktioniert. «Je glatter der Boden, desto schneller ist es», erklärt er. Nach seiner Präsentation führt er sein Hovercraft sogleich auf dem Pausenplatz vor.

«Erfolg braucht Zeit»

Nico Angehrn hat einen Roman geschrieben. «Geduldig und ideenreich muss man da sein», erklärt er. Sein Roman spielt während des 15. und 16. Jahrhunderts in Japan und erzählt die Geschichte eines 15-Jährigen, der sich zwischen den Samurai und den Ninjas entscheiden soll. Grosse Probleme habe es beim Schreiben keine gegeben. «Höchstens die Rechtschreibung hat mir Mühe bereitet», meint er und lacht. Bleona Berisha hat sich von ihrer Leidenschaft, dem Shoppen, inspirieren lassen. Sie hat ein Kleid und eine Clutch designt und genäht. Auch sie sah sich Hindernissen ausgesetzt. «Man soll den Prozess als Herausforderung sehen. Denn Erfolg braucht Zeit.»