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Ein Hauch von «Sahara» liegt in der Luft

Das Wetter ist zu mild für diese Jahreszeit. Jetzt fällt in der Stadt St. Gallen aber auch noch Wüstensand statt Schnee vom Himmel. Das Nachsehen beim «Blutregen» haben die Autobesitzer.
Elisabeth Reisp
Eine dicke Schicht Wüstenstaub liegt auf dem Auto. (Bild: Elisabeth Reisp)

Eine dicke Schicht Wüstenstaub liegt auf dem Auto. (Bild: Elisabeth Reisp)

Eine rote Staubschicht hat sich in der Nacht auf gestern über die Stadt gelegt. Besonders auf den parkierten Autos ist die Verschmutzung deutlich sichtbar geworden.

Der Sahel wirbelt Staub auf

Der rote Staub ist Sand aus der Sahara. Wenn der Sahel, ein heftiger Staubwind, in der Wüste tobt und ein starker Südwind weht, gelangt dieser Sand über das Mittelmeer. So brachte die in den letzten Tagen anhaltende südliche Strömung diesen Staub nach Europa, weiss Meteorologe Moritz Gubler von MeteoNews. Der Westwind hat den Staub nun über die Romandie bis nach St. Gallen getragen.

«Aufgrund der roten Farbe des Sandes wird dieser Niederschlag Blutregen genannt», sagt Gubler. Fällt dieser auf eine verschneite Fläche, tritt der Effekt besonders deutlich zu Tage: es leuchtet alles orange. Dass etwas Sahara in der Luft ist, zeigt sich oft schon in der tief orangen Tönung der Wolkendecke.

Regen bringt ihn auf den Boden

Der Wüstenstaub ist ausgesprochen fein und zu leicht, um auf die Erde zufallen. Deshalb kann er überhaupt mit der warmen Luftströmung bis nach Europa gelangen. Nur in Verbindung mit ein wenig Regen löst sich der Staub aus den Wolken und fällt nieder.

Regnet es hingegen heftig, spült das Nass den Sand sogleich weg. Dann fällt niemandem auf, dass die Wolken ein Mitbringsel aus Nordafrika mitgeführt hatten.

Auto noch einmal stehen lassen

Wer sich nun ärgert, dass sein Auto gestern eine hässliche Schicht Staub abbekommen hat, kann entweder in die Waschstrasse oder das Auto heute noch einmal draussen stehen lassen. Gemäss Gubler wird es im Verlaufe des Vormittags zu Regen, später zu Schneeregen kommen. «Der wäscht dann alles wieder weg.»

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