Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

EIN GRÜNER FLECK IM MUSEUMSQUARTIER: Angst um die Quartierwiese

Die beliebte Quartierwiese zwischen Notker- und Museumsstrasse soll überbaut werden. Stadtparlamentarier aller Fraktionen stellen dem Stadtrat nun kritische Fragen zu dessen Vorhaben.
Luca Ghiselli
Das Wiesli im Museumsquartier wird unter anderem als Spielplatz genutzt. (Bild: Bettina Sieber (19. Mai 2017))

Das Wiesli im Museumsquartier wird unter anderem als Spielplatz genutzt. (Bild: Bettina Sieber (19. Mai 2017))

Luca Ghiselli

luca.ghiselli@tagblatt.ch

«Das Herz des Quartiers wird zerstört.» Mit diesen deutlichen Worten richtet sich Stadtparlamentarierin Doris Königer (SP) in ihrer Einfachen Anfrage an den Stadtrat. Und sie ist damit nicht allein: Acht Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus allen Fraktionen haben den Vorstoss mitunterzeichnet.

Es geht um die Wiese im Museumsquartier, zwischen Notker- und Museumsstrasse. Diese wird als Begegnungsraum, als Spielplatz und als Treffpunkt rege genutzt. Auf der Fläche will die Pensionskasse des Kantons St. Gallen nun aber ein Wohnhaus bauen. Das bereitet den Parlamentariern Sorge: «Mit einer Priorisierung von Bauprojekten zu Lasten von quartieridentitätsstiftenden Begegnungsräumen sendet die Stadt ein beunruhigendes Signal», heisst es in der Einfachen Anfrage. So würden mittelfristig alle städtischen Quartiere ihre Freiräume verlieren.

Das Quartier soll früh mitreden dürfen

Der Stadtrat hat nun einige Fragen zu den Plänen auf dem Museumswiesli zu beantworten. So wollen Königer und die Mitunterzeichnenden wissen, ob es ein städtisches Konzept gebe, das ­regelt, wo und wie der städtische Raum hochwertig verdichtet werden könne? Ausserdem fragen sie den Stadtrat, ob er weiterhin hinter seinem Leitbild in der «Vision 2030», die Quartierbegegnungsräume zu erhalten und zu ent­wickeln, steht. Auch das Mit­spracherecht des Quartiers wird thematisiert. So fragen die Parlamentarier, wie der Stadtrat sicherstellen will, dass bei Bauprojekten mit «quartierpolitischer Tragweite» die Bevölkerung möglichst früh mit einbezogen wird, und verweisen dabei auf die Sömmerliwiese und das Theater-provisorium.

Die Unterzeichner der Einfachen Anfrage wollen ausserdem vom Stadtrat wissen, ob er anerkenne, dass das Museumsquartier das ganze Jahr über «starken Zentrumslasten» wie dem Jahrmarkt, der Olma oder dem Circus Knie ausgesetzt und das «Wiesli» deshalb von hoher Bedeutung sei für die Stadt.

Schliesslich wollen die Parlamentarier vom Stadtrat wissen, ob er die Anliegen zur lang­fristigen Sicherung des «Wiesli» unterstützen wolle. Zum Beispiel, indem er die betreffende Par­zelle von der Wohnzone in eine Grünzone F oder in eine Zone für öffentliche Bauten und Anlagen umteile.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.