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Ein Gebäude als Bekenntnis

Die Neuapostolen bauen eine Kirche. Vorgestern wurde, begleitet von Gebet und Gesang, der Grundstein für den Neubau an der Rorschacher Strasse gelegt. Er soll in einem Jahr fertig sein. Über Kosten verliert die Gemeinde kein Wort.
Kathrin Reimann
Der Neubau entsteht an der Rorschacher Strasse zwischen den Bushaltestellen Krontal und Grütlistrasse. (Bild: Visualisierung: pd)

Der Neubau entsteht an der Rorschacher Strasse zwischen den Bushaltestellen Krontal und Grütlistrasse. (Bild: Visualisierung: pd)

Es ist ein seltener Moment in der Karriere eines Architekten, dass er den Neubau einer Kirche aufgetragen bekommt. Jürg Keel kam diese Aufgabe vor über drei Jahren zu: Der Architekt erhielt eine Einladung zu einem Gottesdienst der neuapostolischen Gemeinde und den Auftrag, ihr ein neues Gotteshaus zu bauen. «Eine schöne, spannende und herausfordernde Aufgabe», wie Keel an der Grundsteinlegung am Donnerstagabend sagte.

Einspruch durch alle Instanzen

Dass sich der Baubeginn so lange hinzog, steht mit einer Einsprache gegen die Baubewilligung in Zusammenhang, welche durch alle Instanzen in Stadt, Kanton und bis Bundesgericht gezogen wurde. Erst der Bundesgerichtsentscheid vom Oktober letzten Jahres bedeutete grünes Licht für die Umsetzung der Pläne, die so lange in der Schublade gelegen hatten: Ohne die Einsprache würden die Gottesdienste bereits nicht mehr in der alten Kirche an der Brauerstrasse (wenige Meter von der neuen Liegenschaft entfernt), sondern längst im Neubau an der Rorschacher Strasse stattfinden. Dort wird neben dem Verkehrsstrom, flankiert von einem Tankstellenshop, die neue Kirche in gut einem Jahr eröffnet.

Derzeit 547 Mitglieder

«Uns ist wichtig, dass unser neues Gotteshaus sichtbar ist», sagte Heinz Schatt, Bauherr der neuen Kirche. «Damit setzen wir ein Bekenntnis zu unserem Glauben und zeigen allen Passanten und Vorbeifahrenden, dass hier eine aktive Gemeinde ihren Glauben lebt und stolz darauf ist.» Die neuapostolische Gemeinde St. Gallen besteht derzeit aus 547 Mitgliedern im Alter zwischen 0 und 97 Jahren.

Die neuapostolische Kirche verfügte bis 2012 über zwei Kirchen in der Stadt: eine an der Dufourstrasse 76 und jene an der Brauerstrasse 21. 2012 wurden die Gemeinden wegen Mitgliederschwunds zusammengelegt, weshalb sich die Neuapostolen ein den Bedürfnissen der neuen Gemeinde entsprechendes Kirchengebäude bauen wollten.

«Dass an der Rorschacher Strasse eine Parzelle frei war, ist für uns ein Glücksfall», sagte Keel. Denn auf diese Art und Weise kann auf Provisorium während der Bauzeit verzichtet werden. Was mit der alten Kirche an der Brauerstrasse geschieht, ist noch unklar. Ebenfalls nicht klar ist, wie viel sich die neuapostolische Kirche den Neubau kosten lässt: Zahlen habe man noch keine.

Aufwertung des Quartiers

Zweck des Neubaus sei auch die Aufwertung des Quartiers. Die neue Kirche bietet rund 300 Sitzplätze, eine Einstellhalle mit 13 Parkfeldern, ein Foyer, eine Garderobe sowie zahlreiche Nebenräume wie WC, Teeküche oder Musikzimmer. Auch eine Empore, ein Ämterzimmer, zwei Schulzimmer und eine Terrasse gehören zur Planung. Der vierstöckige Neubau wird barrierefrei erstellt. Er wird mit Hilfe von Erdsonden geheizt.

Am Donnerstag konnte nach langer Wartezeit mit dem Bau der neuapostolischen Kirche begonnen werden. (Bild: Urs Bucher)

Am Donnerstag konnte nach langer Wartezeit mit dem Bau der neuapostolischen Kirche begonnen werden. (Bild: Urs Bucher)

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