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Ein Drittel weniger Obst

In der Obstannahmestelle ist weniger los als im Vorjahr. Grund ist das nasskalte Wetter im Juni.
Manuela Bruhin
Bis Mitte November können die Bauern in Waldkirch Obst anliefern. Die Firma Möhl Arbon presst dann Saft daraus. (Bild: Manuela Bruhin)

Bis Mitte November können die Bauern in Waldkirch Obst anliefern. Die Firma Möhl Arbon presst dann Saft daraus. (Bild: Manuela Bruhin)

Es ist wie eine kleine Schnitzeljagd – je mehr platt gefahrene Äpfel und Birnen auf den Strassen, desto näher kommt man der Obstannahmestelle, gleich vis-à-vis des Tower Hotels. Seit rund zwei Monaten liefern die Bauern aus der Region ihr Obst dort ab. Die Äpfel und Birnen werden in die Mulde gekippt, den Rest erledigt das Förderband. Josef Oberholzer und Leonie Huber füllen Lieferscheine aus, notieren das Ladegewicht und helfen beim Entladen. Die Arbeit geht ihnen derzeit nicht aus, dennoch: «Es wird weniger Obst abgeliefert als im Vorjahr», sagt Oberholzer.

Ernte ist etwa zwei Wochen später

Rund einen Drittel dürften die Einbussen ausmachen. Im Vorjahr kamen rund 4000 Tonnen Obst zusammen – eine «durchschnittliche Ernte», wie Oberholzer erklärt. Vor allem der kalte und frostige Frühling 2016 ist der Grund für den Rückgang. Der Juni sei zu kalt und nass ausgefallen, so dass das Obst nur zögerlich wuchs. Eine weitere Folge: Die Ernte ist rund zwei Wochen später dran als im Vorjahr. Im benachbarten Thurgau fallen die Zahlen besser aus. Trotz allem müsse man zufrieden sein. «Unser Einzugsgebiet ist sehr gross. Vor allem, seitdem die Obstannahmestelle in Arnegg geschlossen wurde», sagt Oberholzer. Bis Mitte November ist die Annahmestelle in Waldkirch geöffnet. Das Obst wird von der Firma Möhl zu Most verarbeitet. Oberholzer hofft, dass die nächsten Wochen das Ruder noch herumreissen. «Dann beginnt die Späternte. Wir hoffen, dass die Äpfel und Birnen von den sonnigen Tagen profitieren konnten.»

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