Ein Christlichsozialer für Sonja Lüthi

«Es gibt keinen Favoriten mehr», Ausgabe vom 25. September

Patrick Roth Konkordiastrasse 20a, 9000 St. Gallen
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In den letzten 25 Jahren schrumpfte die CVP-Fraktion im St. Galler Stadtparlament merklich. Und die Vertretung der christlichsozialen Parteigruppe bröckelte von einer Vielzahl von Vertreterinnen und Vertretern auf unterdessen noch eine Parlamentarierin. Als ehemaliger CSP/CVP-Gemeinderat und jahrzehntelanger Kämpfer für soziale Anliegen sowie für umweltschonende Energie und quartierfreundlichen Verkehr behaupte ich, die schrittweise Abwendung christlichsozialer Wählerinnen und Wähler von der CVP habe auch damit zu tun, dass sich diese Partei auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene als selbst ernannte «Hüterin der Mitte» regelmässig und ohne Bedenken ins enge Lotterbett der sogenannten bürgerlichen Allianz legt. In der Stadt St. Gallen verwirkte die CVP mit ihrem Tausendsassa-Präsidenten Hugentobler fahrlässig mehr und mehr ihre politische Autorität und Kompetenz.

Hatte ich im ersten Wahlgang noch Verständnis mit dem eiligen Bekenntnis des offiziellen CSP-Vertreters, den strammen CVP-Stadtratskandidaten zu wählen, können viele christlichsoziale St. Gallerinnen und St. Galler beim zweiten Wahlgang mit CVP/FDP/SVP-Bündnis nicht mehr kopfnickend zusehen. Als ehemaliger Co-Präsident des WWF St. Gallen sowie langjähriger Quartier­­- ve­reinspräsident rufe ich deshalb am 26. November zur Wahl von Sonja Lüthi auf.

Patrick Roth Konkordiastrasse 20a, 9000 St. Gallen