Ein Brunnen, kein Sitzplatz

Der derzeit leere Brunnen im St. Leonhardspark wurde als Sitzbank benutzt. Viel Abfall blieb liegen. Diesem Littering-Problem begegnen die St. Galler Stadtwerke mit einem Hinweisschild.

Markus Stehle
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Beim Brunnen im St. Leonhardspark steht seit kurzem dieses Schild. (Bild: Markus Stehle)

Beim Brunnen im St. Leonhardspark steht seit kurzem dieses Schild. (Bild: Markus Stehle)

Das milde Wetter der letzten Tage lockte zum Verweilen nach draussen – zum Beispiel in den St. Leonhardspark. Dort machten es sich die Parkbesucherinnen und Parkbesucher aber nicht nur auf den Sitzbänken gemütlich, sondern auch im momentan noch trockenen Brunnen in der Mitte des Parks.

Dass das leere Becken gerne als Sitz- und Liegeplatz genutzt wurde, stiess bei den St. Galler Stadtwerken, die für die Reinigung der Stadt-Brunnen zuständig sind, auf wenig Begeisterung. Deshalb stellten sie ein Schild am Beckenrand auf. Dieses informiert darüber, dass der Brunnen «ein Brunnen und kein Sitzplatz» sei.

Ein Bürger hat reagiert

Daraufhin hat sich ein Leser beim Tagblatt gemeldet. Es sei «irgendwie ein schönes Bild» gewesen, wie sich die jungen Leute bei den warmen Temperaturen zur Mittagszeit jeweils im «leeren Rund» entspannten. Doch damit sei ja jetzt Schluss, schrieb der Leser.

Notwendige Massnahme

Marcel Steiger, Bereichsleiter Netz Gas und Wasser bei den St. Galler Stadtwerken, hat Verständnis für solche Reaktionen. Das Aufrichten des Schildes habe aber einen guten Grund gehabt: Es sollte helfen, die teilweise starke Verschmutzung des Brunnens zu minimieren. «Wir merken, dass die Brunnen in der Stadt leider nicht nur wohlwollend genutzt werden.» Gerade das Wasserbecken im St. Leonhardspark sei sehr stark exponiert. Immer wieder sei dort viel Abfall liegen geblieben.

Wichtige Brunnen-Pflege

Für die Brunnen-Reinigung wenden die Stadtwerke jährlich rund 150 000 Franken auf. «Wir investieren viel», sagt Marcel Steiger. Brunnen seien etwas Sichtbares – gerade auch für Touristen. «Es ist uns deshalb wichtig, dass sie sauber sind.»

Im Falle des Brunnens im St. Leonhardspark habe sich bereits gezeigt, dass das Schild die erwünschte Wirkung erzielt hat, freut sich Marcel Steiger. «Es hat schon genützt.»

Eigentlich kein Problem

Grundsätzlich störe es aber niemanden, wenn sich die Leute in leere Brunnen setzen oder im Sommer darin planschen, wenn sie mit Wasser gefüllt sind, sagt Dominik Scheiwiller, Stellvertretender Bausekretär der städtischen Direktion für Bau und Planung. «Es geht einfach darum, dass diese Art der Brunnen-Nutzung im Rahmen und die Ordnung erhalten bleiben.»

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