Ein alter Bekannter kehrt zurück

Handballtrainer Erwin Ganz betreut neu die 1.-Liga-Mannschaft von Fides. Die St. Galler starten morgen um 15 Uhr in der Kreuzbleiche in die Saison. Der Trainer erwartet eine spannende Spielzeit mit vielen Begegnungen auf Augenhöhe.

Christof Krapf
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Aufmerksamer Beobachter: Der gebürtige Schaffhauser Erwin Ganz trainiert das 1.-Liga-Team von Fides. (Bild: Urs Bucher)

Aufmerksamer Beobachter: Der gebürtige Schaffhauser Erwin Ganz trainiert das 1.-Liga-Team von Fides. (Bild: Urs Bucher)

HANDBALL. Zwei Saisons lang hat Erwin Ganz keine Handballmannschaft mehr betreut. Nun gibt der 54-Jährige ein Comeback als Trainer: Morgen startet er mit Fides in die 1.-Liga-Saison. «Die Rückkehr als Coach in den Aktivbereich hat mich gereizt», sagt Ganz. Der St. Galler Club hatte ihn bereits vor zwei Jahren für das Traineramt angefragt. «Damals musste ich absagen, weil ich gleichzeitig mein berufsbegleitendes Studium abschliessen wollte.»

Mit 25 Jahren NLB-Trainer

Der gebürtige Schaffhauser ist im Ostschweizer Handball kein Unbekannter. Vor 30 Jahren kam er als Lehrer in die Ostschweiz und spielte für Arbon und Goldach. Mit 25 Jahren musste Ganz seine Spielerkarriere wegen einer Verletzung beenden. Stattdessen wurde er Trainer des Goldacher NLB-Teams. Vor seiner zweijährigen Pause betreute Ganz von 2001 bis 2009 die NLB-Frauen-Equipe von Brühl und war Assistenztrainer der U17-Nationalmannschaft der Männer. Zudem war er massgeblich am Aufbau des Heidener Clubs Vorderland beteiligt.

Gereizt an der Aufgabe bei Fides hat Ganz, dass er nach 30 Jahren wieder als Trainer in den Aktivbereich zurückkehrt. «Heute bin ich mehr als doppelt so alt. Ich bin gespannt, was ich heute anders mache und was sich alles verändert hat.» Ein erstes Erfolgserlebnis haben der Trainer und sein Team bereits erlebt: Im Cup besiegte Fides den Ligakonkurrenten Seen/Tigers deutlich mit 34:17.

Die Mischung bei Fides stimmt

Ziel von Ganz ist es, die Saison in der oberen Tabellenhälfte zu beenden. «Mir ist wichtig, dass wir in jedem Spiel positiv auftreten», sagt Ganz, der beruflich an der Pädagogischen Hochschule tätig ist und gleichzeitig als Gemeindepräsident des Ausserrhoder Dorfs Lutzenberg amtet. Er erwartet eine ausgeglichene Saison: «Unsere Gegner sind schwierig einzuschätzen, jeder kann gegen jeden gewinnen. Vielleicht stehen wir am Saisonende auf Rang zwei, vielleicht aber auch auf Platz sechs.» In der vergangenen Saison hatte Fides die Qualifikation für die Aufstiegsrunde mit dem dritten Platz nur knapp verpasst.

Morgen steht in der Kreuzbleiche das erste Meisterschaftsspiel auf dem Programm. Die Ostschweizer treffen um 15 Uhr auf Uster. «Wie wir hat Uster sein Cupspiel deutlich gewonnen. Die Zürcher stellen eine junge und hungrige Mannschaft.» Der Trainer glaubt aber an die Fähigkeiten seiner Equipe. «Wir haben einen guten Mix aus Spielern mit NLA-Erfahrung, wie David Hefti, Fabian Gunziger und Andreas Kehl, und jungen Talenten.» Im Kader der St. Galler hat sich einiges verändert. Der ehemalige Nationalspieler Pascal Bächtold, Ramon Schwinn und Joel Frick traten zurück. Cyrill Frick und Tobias Seitz wechselten zum HC Bruggen in die 2. Liga. Geblieben ist David Hefti. Der 35-Jährige, der zuvor für Fortitudo Gossau gespielt hatte, amtet auch als Assistent von Ganz.

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