Ein Abend im Zeichen des Groove

Jürgen Waidele ist seit den 1970er-Jahren Jazz- und Soulmusiker. Am kommenden Freitag tritt er im Jazzclub Rorschach auf. Die Zuschauer erwarten Musiker, die sich die Improvisation zu eigen gemacht haben und immer wieder überraschen.

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RORSCHACH. Am Freitag, 25. Mai, tritt das Quintett Waidele's Friends mit der Sängerin Elysa Kay auf. Jürgen Waidele, der Sänger und Keyboarder vom Bodensee, ist der Ideengeber dieser einzigartigen Band. Waidele hat Mitte der 1960er-Jahre seine Liebe zur Rock- und Tanzmusik entdeckt, spielte schon seit seiner frühesten Jugend die Orgel und das Klavier. Seit den 1970er-Jahren hat er sich dem Jazz und dem Soul zugewandt, komponierte und spielte Filmmusik für den Südwestdeutschen Rundfunk und das Schweizer Fernsehen ein. Gleichzeitig gründete er sein bis heute bestehendes Projekt Jürgen Waidele's Conversation. Inspiriert durch den Scat-Gesang – improvisierter Gesang, der sich oft Silben ohne Sinn bedient – von Al Jarreau und Bobby McFerrin wurde er zum wohl interessantesten Sänger des süddeutschen Raums. Wie kaum ein anderer spielt er mit seiner Stimme wie auf einem oder mehreren Instrumenten gleichzeitig und begleitet sich selbst auf dem Keyboard. Der Zuhörer lässt sich vom Verschmelzen der Musik mitnehmen. Ganz so, wie es das Genre des Souls tun soll.

Alexander Friedrich am Schlagzeug und der Bassist Peter Keller bereiten den Boden für seine musikalischen Ausflüge. Arno Haas am Saxophon und Rainer Apel an der Gitarre brillieren beide auf einen Wink Waideles und schrauben die Musik mühelos hoch und reissen das Publikum mit.

Mit dabei ist die Sängerin Elysa Kay, die das Publikum mit ihrer charismatischen Art zu verzaubern vermag. Die Sängerin, deren Alter ihr Geheimnis bleibt, singt seit Anfang der 1980er-Jahre. Zuerst trat sie in Musicals auf, machte dann einen kurzen Ausflug in die Welt des klassischen Gesangs. Sie kehrte aber schnell wieder in ihr Metier – Soul und Funk – zurück. Waidele selbst nennt diese Musik «Soul-Jazz».

Songs mit guten Texten bilden das Gerüst für die ausgefallensten Groove-Klangbilder, die plötzlich individuell, je nach Solist und Moment ganz anders klingen als sie begannen – live eben, handgemacht und ehrlich, im Hier und Jetzt – einmalig und nicht zu wiederholen.

Konzertbeginn 21 Uhr, Türöffnung 20 Uhr

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