Ein 24-Jähriger führt St. Gallen an

Die Badmintonvereinigung St. Gallen-Appenzell startet an diesem Wochenende gegen La Chaux-de-Fonds zum Playoff-Halbfinal. Dass die NLA-Mannschaft auch in diesem Jahr den Einzug unter die besten vier geschafft hat, liegt auch am Spielertrainer.

Nicolai Kozakiewicz
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BADMINTON. In einem dramatischen Saisonfinal hat sich St. Gallen-Appenzell zum viertenmal in Folge für das Playoff der vier besten Mannschaften qualifiziert. Einen grossen Anteil an diesem Erfolg trägt Sandi Darma Kusumah. Die Ostschweizer haben den indonesischen Doppelspezialisten auf Beginn der Saison als neuen Spielertrainer verpflichtet. Kusumah löste damit seinen Landsmann Agung Ruhanda als Spielertrainer ab, welcher der Mannschaft als Leistungsträger erhalten blieb. Der erst 24jährige Kusumah beeindruckt mit seiner Wendigkeit, seiner intensiv geschulten Technik, seiner bestechenden Reaktionsfähigkeit und seinem taktischen Vermögen. Auch im Mixed, meist an der Seite von Agnia Ruhanda, erwies er sich als wichtiger Punktegarant für die Badmintonvereinigung.

Auf Stärken konzentrieren

Seit Jahren zählen die Ostschweizer auf indonesische Verstärkung. Nach zwei Spielzeiten in Schweden ist St. Gallen-Appenzell für Kusumah nun die zweite Station als Profitrainer. Als Coach konzentriert er sich darauf, die individuellen Stärken und Fertigkeiten der Athleten zu verbessern. Seine grosse Erfahrung ermöglicht ihm zudem, während der Spiele seiner Teammitglieder zielführende Anweisungen zu geben, um kurzfristig und sichtbar das Spiel zu optimieren. Das indonesische Trio wird von einer starken Schweizer Equipe ergänzt. Im Einzel hoffen die Verantwortlichen auf den Schweizer Meister Christoph Heiniger sowie den aufstrebenden Dominik Bütikofer, für die Doppel ist Thomas Heiniger, mehrfacher Medaillengewinner an Meisterschaften, von grossem Wert. Bei den Frauen haben Sabrina Inauen und Céline Burkart mehrfach unter Beweis gestellt, dass je länger, je mehr mit ihnen zu rechnen ist.

Tagesform entscheidend

Für die anstehenden Entscheidungen bleibt St. Gallen-Appenzell vorsichtig optimistisch. Auf der einen Seite weisen die Ostschweizer gegen La Chaux-de-Fonds mit einem 6:2 und einem 4:4 in der abgelaufenen Saison eine leicht positive Bilanz auf. Die letzte Niederlage liegt über zwei Jahre zurück. Zudem präsentierten sich die Spielerinnen und Spieler der Badmintonvereinigung auch in unterschiedlichen Konstellationen mit bestechender Konstanz. Auf der anderen Seite zeigen die knappen Entscheidungen der vergangenen Monate deutlich, dass es für einen Erfolg eine herausragende Tagesform braucht. Im zweiten Halbfinal stehen sich Uzwil und Yverdon-les-Bains gegenüber. Die Titelverteidiger aus der Ostschweiz sind favorisiert. Der Wunschfinal gegen den Kantonsrivalen und somit die Wiederholung des letztjährigen Endspiels sind durchaus möglich.