EHRENVOLL: Gekämpft und trotzdem verloren

In der NLB unterliegt das zweite Team des LC Brühl gegen die Liga-Dominatorinnen GC Amicitia Zürich trotz gutem Auftritt mit 27:33. Die Gäste waren eine Nummer zu gross.

Seline Stacher
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Brühls Mirjam Ackermann (in Grün) kommt am Kreis zum Abschluss. (Bild: Hanspeter Schiess)

Brühls Mirjam Ackermann (in Grün) kommt am Kreis zum Abschluss. (Bild: Hanspeter Schiess)

Seline Stacher

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Die Ausgangslage war klar. Die Zürcherinnen konnten mit nur einem gewonnenen Punkt bereits frühzeitig den direkten Aufstieg feiern, die Ostschweizerinnen wollten dies verhindern und den Gegnerinnen die Möglichkeit geben, den Aufstieg in der heimischen Halle zu feiern.

Die Startphase des Spiels war geprägt von vielen technischen Fehlern und überhasteten Abschlüssen. Die Abwehr stand soweit gut, die 6:0-Deckung wirkte zu Beginn des Spiels, und die Zürcherinnen konnten sich nicht gut darauf einstellen. Die Brühlerinnen jedoch waren im Angriff überfordert und erarbeiteten sich kaum Torchancen. Nach einem Time-out von Martin Gersten­ecker und Gallus Schlachter fand das Heimteam etwas besser ins Spiel und konnte einige Tore erzielen. Allerdings gelang es den Gegnerinnen, sich bis zur Pause mit sechs Toren abzusetzen.

Unüberwindbare Zürcher Deckung

Um die Partie noch erfolgreich zu gestalten, musste das Heimteam bis zum Schluss kämpfen. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte wurden die Brühlerinnen jedoch regelrecht überrollt und liessen die Gegnerinnen bis auf neun Tore davonziehen. An der aggressiven Deckung der gross gewachsenen Zürcherinnen bissen sich die Brühler Spielerinnen regelrecht die Zähne aus. Sämtliche Wurfversuche wurden geblockt und die Fehler mit einfachen Toren aus dem Gegenstoss bestraft. Zudem war die Defensive im Positionsangriff zu wenig agil und liess die Zürcher Rückraumspielerinnen beinahe ungehindert werfen. Dann aber zeigte der LC Brühl Charakter. Trotz des hohen Rückstands kämpfte er sich nochmals heran und holte innert kurzer Zeit bis auf vier Tore auf. Dies gefiel dem gegnerischen Trainer überhaupt nicht, und er versuchte, sein Team mittels Time-out nochmals neu einzustellen. Die St. Gallerinnen witterten ihre Chance und versuchten durch ein schnelles Spiel noch näher zu den Zürcherinnen aufzuschliessen. Drei Fehlwürfe entschieden jedoch die Partie vorzeitig, das riskante Spiel ging nicht auf, und Brühl unterlag mit 27:33.

Um gegen ein Team wie GC Amicitia Zürich, das athletisch die stärkere Mannschaft ist und in der Breite ein sehr ausgeglichenes Kader hat, gewinnen zu wollen, muss eine konstantere Leistung gezeigt werden. Die Brühlerinnen gingen jedoch erhobenen Hauptes vom Platz, haben sie doch bis zum Schluss gekämpft. Nun wollen sie aus den verbleibenden drei Partien das Optimum herausholen.