Ehemalige gründen Club

Die Feuerwehr Rheineck ist Geschichte, nicht aber die Freundschaften. Jene, die nach der Fusion mit Thal und Lutzenberg ausgetreten sind, treffen sich.

Seraina Hess
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Die Übung 2012. Heute gibt es die Feuerwehr Rheineck nicht mehr. (Bild: Archiv/Janine Hürlimann)

Die Übung 2012. Heute gibt es die Feuerwehr Rheineck nicht mehr. (Bild: Archiv/Janine Hürlimann)

RHEINECK. 17 Angehörige der Rheinecker Feuerwehr sind ausgetreten, nachdem feststand, dass die Fusion mit Thal und Lutzenberg im Januar dieses Jahres zustande kommt. Sich für die neue Feuerwehr R-T-L zu engagieren, kam für sie nicht in Frage. Aus den Augen verlieren wollten sich die Feuerwehrleute trotzdem nicht. Aus diesem Grund trifft sich ein Grossteil der ehemaligen Mitglieder seit Jahresbeginn immer Anfang Monat und erinnert sich gemeinsam an vergangene Zeiten. «Ein Verein ist es nicht, wir haben keine Statuten», sagt Walter Grubenmann, ehemaliger Kommandant der Feuerwehr Rheineck, «eher eine Art Club, dem wir allerdings noch keinen Namen gegeben haben.»

Natürlich werde das Thema Feuerwehr nach wie vor im Mittelpunkt stehen. Als eine Trotzreaktion auf die umstrittene Fusion seien die Treffen aber nicht zu verstehen, sagt Grubenmann: «Etwas Nostalgie wird dabei sein, grundsätzlich geht es um Kameradschaft.» Auch ehemalige Angehörige der Feuerwehr Rheineck, die nun in der fusionierten Feuerwehr sind, besuchen die Treffen. In einem Punkt haben die Mitglieder des Clubs von der Fusion profitiert: Sie legten Geld zusammen und kauften der Gemeinde zwei Fahrzeuge ab, die ausgemustert worden waren: einen Jeep und ein Tanklöschfahrzeug. «Wir hätten es schade gefunden, wären die beiden in fremde Hände gelangt.» In nächster Zeit werden sie sich mit der Restauration beschäftigen.

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