EGGERSRIET: Die Strasse als Aushängeschild

Gemeinderat und Kanton St. Gallen stellen das Sanierungskonzept für die St. Gallerstrasse vor. Die Hauptdurchgangsstrasse soll sicher, aber auch schön sein.

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Seit geraumer Zeit beschäftigen sich der Gemeinderat, die Eggersrieter und der Kanton St. Gallen als Eigentümer der St. Gallerstrasse mit deren Sanierung. Das Interesse der Öffentlichkeit ist gross, weil es sich bei der Verbindung von St. Gallen über Eggersriet nach Heiden um eine wichtige Durchgangsstrasse handelt. Nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch eine ortsverträgliche Gestaltung stehen im Zentrum der Planung. An einem Workshop haben zahlreiche Einwohner bereits Ideen erarbeitet und Impulse eingebracht. Diese wurden inzwischen in ein Betriebs- und Gestaltungskonzept eingebunden.

Diese Woche stellten der Eggersrieter Gemeindepräsident Roger Hochreutener, Pascal Hinder, stellvertretender Leiter Abteilung Mobilität und Planung des Kantonalen Tiefbauamtes, und Armin Meier, Raumplaner von Strittmatter Partner AG, den Konzeptentwurf zahlreichen Interessierten vor. Zwei Drittel der Sanierungskosten übernimmt der Kanton.

Jeder hat ein anderes Bedürfnis

Der Entwurf berücksichtigt neben Zweckmässigkeit und Verkehrssicherheit auch die kommunalen Richtlinien und den gestalterischen Effekt. Die Bedürfnisse der Dorfbewohner und der verschiedenen Verkehrsteilnehmer sind sehr unterschiedlich. So wünscht sich der aus Heiden kommende Autofahrer, möglichst rasch und ohne Hindernisse an seinen Arbeitsplatz in St. Gallen zu gelangen. Der Velofahrer wiederum fühlt sich unsicher, wenn im Dorf die motorisierten Fahrzeuge an ihm vorbei- rasen, und für die Fussgänger sind übersichtliche Strassenübergänge und ein schönes Dorfbild wichtig. Für die Eggersrieter ist die St. Gallerstrasse auch ein Aushängeschild. So wird im Sanierungsentwurf auf die Ortsbildgestaltung grosser Wert gelegt. Der Charakter des schönen und grünen Dorfes soll nicht Opfer der Durchgangsstrasse werden. Unter anderem sollen die Verkehrsteilnehmer spüren, wann sie das natürliche Eingangstor zum Dorf passieren.

Zum Schluss gab es Fragen, Einwände und Bedenken der Anwesenden. Die Bevölkerung hat bis 30. Juni die Möglichkeit, Stellung zu nehmen oder Vorschläge einzubringen. Danach erarbeitet die Strittmatter Partner AG ein Vorprojekt, das Anfang 2018 in die Vernehmlassung kommt. (rri)

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