EGGERSRIET: Das Dorf und die Musik feiern

Rund 1000 Musikanten und doppelt so viele Besucher zählte das Musikfest in Eggersriet. Zu den Highlights gehörten die Neuinstrumentierung sowie der Kreis- und Jugendmusiktag.
Manuela Bruhin
Stadtmusik St. Gallen beim Einspielen und Dirigent Tristan Uth voll im Element. (Bild: Benjamin Manser)

Stadtmusik St. Gallen beim Einspielen und Dirigent Tristan Uth voll im Element. (Bild: Benjamin Manser)

Manuela Bruhin

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@tagblatt.ch

Die Strassen sind gesperrt, die Sonne scheint vom nahezu wolkenlosem Himmel, dazwischen marschieren die Musikantinnen und Musikanten in ihren Uniformen und geben ihren Marsch zum Besten. Kinder spielen miteinander, die Zuschauer klatschen mit. Auch im Festzelt nebenan ist die Stimmung ausgelassen und feierlich. Kurzum: Das Musikfest in Eggersriet vergangenes Wochenende hätte besser wohl kaum sein können. Kein Wunder also, dass das zehnköpfige Organisationskomitee eine durchwegs positive Bilanz zieht. «Wir hatten ein volles Haus und das Feedback der Besucher war sehr erfreulich», hält OK-Präsident Ernst Popp fest.

Ein Mitglied der Stadtmusik St. Gallen packt sein Instrument aus. (Bild: Benjamin Manser)
Zwei Jungen verfolgen den Auftritt einer Musikgesellschaft in der Turnhalle der Schule in Eggersriet. (Bild: Benjamin Manser)
Ein Mitglied der Stadtmusik St. Gallen vor dem Auftritt. (Bild: Benjamin Manser)
Ein Mann beobachtet den Auftritt einer Musikgesellschaft. (Bild: Benjamin Manser)
Mitglieder der Musikgesellschaft Waldstadt vertreiben sich die Zeit vor dem Auftritt. (Bild: Benjamin Manser)
Auftritt der Stadtmusik St. Galle. (Bild: Benjamin Manser)
Der Dirigent der Stadtmusik St. Gallen, Tristan Uth, während dem Auftritt am Kreismusiktag. (Bild: Benjamin Manser)
Eine Uniform der Polizeimusik St. Gallen. (Bild: Benjamin Manser)
Mitglieder der Stadtmusik St. Gallen unterwegs zu ihrem Auftritt. (Bild: Benjamin Manser)
Ein Mitglied der Stadtmusik St. Gallen spielt sich vor dem Auftritt ein. (Bild: Benjamin Manser)
Bild: Benjamin Manser
Bild: Benjamin Manser
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Kreismusiktag in Eggersriet

BM Untereggen siegt vor Polizeimusik St. Gallen

Am Freitag startete das Dreitagefest mit der Neuinstrumentierung der Musikgesellschaft Eggersriet. 25 Jahre nach der letzten grösseren Instrumentenbeschaffung waren Trompeten, Kornetts und Posaunen für rund 120 000 Franken revidiert und teilweise ersetzt worden. «Damit sind unsere 35 Musikanten wieder voll einsatzfähig», freut sich Patrick Brülisauer, Präsident der MG Eggersriet. Am Freitagabend zog das Klassentreffen rund 600 Besucher an. Von den Jahrgängen 1938 bis 1992, die in Eggersriet einst die Schulbank gedrückt hatten, waren alle ehemaligen Schüler zum Apéro eingeladen. «Das war wirklich eine Herausforderung, alle ausfindig zu machen und anzuschreiben», sagt Popp. Die Mühen hätten sich jedoch gelohnt, als man sich nach so vielen Jahren wieder traf und miteinander plaudern konnte. Am Samstag wurde nach drei Jahren Unterbruch wieder ein Kreismusiktag des Kreis St. Gallen gefeiert. Im Mittelpunkt standen dabei Wertungsspiele sowie diverse Konzertvorträge mit 16 Vereinen. Den ersten Rang bei der Parademusik holte sich die Bürgermusik Untereggen mit Dirigent Stefan Roth, gefolgt von der Polizeimusik St. Gallen mit Ivo Mühleis und der Bürgermusik Grub SG mit Patrick Ruppaner. Am Abend sorgten die «Fäaschtbänkler» für ausgelassene Stimmung. Abgerundet wurde das Fest am Sonntag mit dem Jugendmusiktag.

Das ganze Dorf hat mitgeholfen

Rund 1000 Musikanten und 2000 Besucher kamen an den drei Tagen nach Eggersriet – und trotzdem legten die Verantwortlichen Wert auf den dörflichen Charakter. «Ohne die Sponsoren und Helfer hätten wir nicht so ein fröhliches und gemütliches Fest erleben dürfen», sind sich Popp und Brülisauer einig. Sogar die Mitglieder der MG Eggersriet hätten dadurch – nebst der Arbeit – das Fest geniessen können. Vor rund eineinhalb Jahren habe man mit den Vorbereitungen begonnen. Lobend erwähnen die Verantwortlichen auch die Zusammenarbeit im OK. Die Arbeit habe Spass gemacht, auch wenn der Aufwand nicht zu unterschätzen sei. Das ganze Dorf habe bei den Vorbereitungen mitgeholfen und sich gegenseitig unterstützt. Popp: «Und genau dies hat die besondere Atmosphäre ausgemacht.»

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